Samstag, 16. Januar 2016

WARUM WEHREN SICH MENSCHEN GEGEN VERÄNDERUNGEN?

ODER, WIE MAN SEINE KONDITIONIERUNGEN AUSTRICKSEN KANN!

Teil 1: Die Gehirnforschung zeigt, warum uns Veränderungen Angst machen
Das Unbekannte, das Neue macht uns oft massive Angst (in vielen Fällen wirkt sich diese Angst nur unterbewusst aus).
Jede Veränderung bringt Neues mit sich, mit dem wir erst noch lernen müssen umzugehen. Mit dem Vertrauten (oft Ungewünschten) kennen wir uns aus, aber Neues wirkt bedrohlich, weil wir nicht einschätzen können, welche möglichen Gefahren und Unannehmlichkeiten damit verbunden sind. Unsere Skepsis oder Angst bezüglich Veränderungen ist vollkommen natürlich, sie ist ein Erbe unserer Urahnen, denn sie sichert unser Überleben. Die Angst vor Veränderung, auch die Zukunftsangst wird von entwicklungsgeschichtlich sehr alten Hirnteilen erzeugt.


Von  Angst-Impulsen nicht beherrschen lassen.
Wir alle haben als hochentwickelte Lebewesen viele verschiedene Möglichkeiten, aktiv mit den negativen Gefühlen umzugehen, die mit Veränderungen verbunden sind. Wir können lernen, Veränderungen als etwas Positives zu erkennen und aktiv etwas daraus zu machen. Veränderung ist schon in vielen Fällen deshalb positiv, weil sie eine Möglichkeit der Weiterentwicklung bietet, auch eine Weiterentwicklung des Bewusstseins. Je mehr wir über Veränderungsprozesse wissen, desto leichter fällt es uns, sie zum Vorteil zu nutzen.

Die Angst vor Veränderungen
Jedes Lebewesen ist grundsätzlich auf Erhalt seiner Art ausgerichtet oder anders gesagt: Jedes Lebewesen will überleben. Alles was neu ist, bedroht möglicherweise unser Überleben und deshalb reagieren wir mindestens mit Vorsicht und Skepsis, möglicherweise mit Angst und vielleicht sogar mit Panik (je nach Größe und Ausmaß der Veränderung). Diese erste Reaktion auf Neues ist im sogenannten Stammhirn (auch Reptilienhirn genannt*) verankert, dem primitiven, instinktgesteuerten Teil unseres Gehirns, den unsere Vorfahren schon vor Hunderttausend Jahren hatten. Was diesen ersten Schock angeht, helfen Ihnen weder die normale Ratio noch Ihr Intellekt. Außer, Sie gehören zu der erlesenen Gruppe von Menschen deren linker präfrontale Hirnbereich unter allen Umständen die Dominanz behält.

Ansonsten entscheiden die alten Gehirnbereiche für Sie, der freie Wille ist dann so gut wie verschwunden, sie reagieren nur noch.
Wenn das Stammhirn und die Amygdala im Bruchteil einer Sekunde "entscheiden" (bzw. automatisch reagieren), dass eine neue Situation bzw. oft auch nur eine veränderte Situation Gefahr bedeutet, werden Sie unruhig oder Sie bekommen Angst.
Daher wird das Neue sofort abgelehnt. Man will lieber in der bekannten Situation bleiben, auch wenn diese negativ für Sie ist oder noch negativer wird. Solange die negative Situation nicht direkt Ihr Leben bedroht, bleiben die Betroffenen oft lieber in der bekannten Situation.
Denn der Mensch erträgt oft vieles, ein negatives Regime, Einschränkungen fast jeder Art, Regierungen die an den Bürgern vorbeiregieren, Partner, Familienangehörige die unangenehm oder bedrohlich sind, etc.

Glück, Erfolg, mentale Freiheit sind kein Zufall
Unsere Untersuchungen der letzten 30 Jahren zeigten zweifelsfrei, dass es auch anders geht. Man kann durch bestimmte Techniken erlernen die präfrontalen Hirnbereiche zu stärken und dominant zu halten. Durch geeignete Stimulationstechniken kann dieser Prozess noch zusätzlich beschleunigt werden (einige Tage Stimulation entsprechen in etwa monatelangem Training).


Stärkt man die präfrontalen Hirnbereiche (Bewusstseinsentwicklung) vor allem in der linken Gehirnhälfte, kann man mit den Veränderungen wieder positiv umgehen, man verjüngt dadurch auch das Gehirn, man kann sich Veränderungen schneller anpassen und verliert die übermäßige Angst vor wichtigen Entscheidungen.
Man kommt wieder in eine verbesserte Handlungsfreiheit, man agiert wieder, statt wie gewohnt nur zu reagieren. Man lernt selbst zu handeln, befreit das Bewusstsein, erhält ein höheres Ausmaß an  freiem Willen zurück und löst sich von Angst, Stress und beschränkenden Gefühlen.
In der Jugend ist vieles neu, wir leben in ständiger Veränderung. Erziehung, Schule, das politische System lehren uns, dass nur das Bekannte Sicherheit bietet. Wenn wir erwachsen werden, haben wir uns mehr oder weniger entwickelt, gründen eine Familie, mieten oder kaufen eine Wohnung, bauen ein Haus. Jetzt wollen wir schon gar keine Veränderung mehr, sondern nur noch Sicherheit.
So entsteht im Laufe des Lebens ein immer höheres Angstpotenzial. Wir tragen die Angst in uns, dem Neuen, dem noch nicht Erfahrenen, nicht gewachsen zu sein.

Das Schicksal ändern
Aktivieren Sie die präfrontalen Hirnbereiche, die wir auch die Superregion nennen. Unser neues Seminarsystem "Theta-X" mitNeurostimulation und Training bietet hier eine Lösung an, wenn Sie aus alten Reaktionsmustern ausbrechen wollen und mit den Problemen der Zukunft besser umgehen wollen.
Theta-X kann Ihnen dabei helfen, die bestehenden Beschränkungen auf Dauer aufzulösen. Weg von Panik, Angst und Unruhegefühlen die von den alten Hirnbereichen (die auch schon im Reptilienhirn zu finden sind) hin zu mehr Handlungsfreiheit und positiven Änderungen. Der Theta-X Prozess führt sie dauerhaft aus negativen Zuständen heraus. Aktiv leben heißt, Entscheidungen zu treffen!


WENN Sie oftmals zu langsam reagieren, öfter schon einmal hätten NEIN sagen sollen und sich auf Krisen hätten besser vorbereiten müssen, dann leben Sie bewusst oder unbewusst in der Angst vor dem Neuen. Benützen Sie meistens nur den bekannten, gewohnten Weg, obwohl es andere Alternativen gibt,  hätten Sie schon früher Partner, Arbeitsplatz, Wohnung (Umzug) früher wechseln sollen? Warten Sie oft zu lange ob sich eine Situation nicht doch von alleine löst?
DANN können Sie davon ausgehen, dass Ihr Hirnstamm mit den Angstzentren, bei vielen Entscheidungen stärker reagiert als der höher entwickelte präfrontale Hirnbereich.

Zum vergrößern anklicken
Normalerweise befinden sich die "beiden Hirne" (altes und neues Hirn) im Ausgleich, doch sehr oft dominiert das alte Gehirn. Dominiert hingegen das neue Gehirn, die "Super Region" lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten!


Demjenigen gehört die Zukunft, der sie aktiv angeht!
Derjenige, der sich einfach nur treiben lässt, anstatt sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen, der steckt im Leben fest!

Quelle: IPN-Forschung/Eggetsberger-Net
* ANM.: Diese Gehirnregion wird umgangssprachlich auch als Reptilienhirn bezeichnet weil ähnliche Gehirnstrukturen schon bei Reptilien und fast gleiche bei Säugetieren zu finden sind. 

-  -  -

Teil 2: Ein Psychologenteam ergründet, warum der Mensch Diktaturen und schlechte Beziehungen erduldet. ... >>> LESEN SIE WEITER


Wieso lässt sich die Bevölkerung ganzer Länder  jahrzehntelang von einer Diktatur unterdrücken? Warum trennen sich viele Menschen nicht von einem untreuen oder aggressiven Partner/Partnerin? Oder, warum lässt sich die Bevölkerung der EU-Länder die derzeitig Finanzkrise und die teuren "EURO-Rettungsmaßnahmen", einfach gefallen? Alleine aus der Sicht Österreichs sieht das so aus: Kanzler Werner Faymann (SPÖ) wurde nach dem letzten EU-Gipfel, (bei dem wesentliche Maßnahmen die alle Bürger finanziell und politisch betreffen, beschlossen wurde) gefragt ob er nun eine Volksabstimmung über die Schuldenbremse und die anderen Beschlüsse durchführen will. Er antwortet im Interview kurz "Volksabstimmungdas hat keinen Sinn!!!(Umfrageergebnisse zum Thema). Ähnliches hört man von Deutschen Politikern und den Politikern der anderen EU-Staaten.
Wo ist da die Reaktion der Bürger, die nicht gefragt werden, weil sie so und so alles erdulden und die bekannten Parteien, Politiker Gremien etc., wieder wählen werden?
  
Die Hintergründe :
Amerikanische Wissenschaftler präsentieren nun Gründe, warum Menschen an einem Status quo festhalten oder ihn gar unterstützen, obwohl er miserabel und zum Scheitern verurteilt ist.
Viele Menschen rechtfertigen ein bestehendes System, auch wenn es eigentlich ersichtlich ist, dass es falsch, ungerecht, korrupt oder einfach zum Scheitern verurteilt ist. Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, haben die beiden Psychologen Aaron Kay und Justin Friesen bereits bestehende Studien verglichen und ausgewertet und sie zu einem einheitlichen Bild zusammengefasst. Dabei kristallisierten sich vier Beweggründe für dieses unangenehme Verhalten heraus.

1. Die Verteidigung der eigenen Sippe

Im privaten Bereich
Wird ein Familienmitglied von einem Fremden kritisiert oder gar angegriffen, neigen wir automatisch dazu, uns auf die Seite unseres Verwandten, Bekannten und Freund zu stellen. Auch, wenn wir nicht alle seine Eigenschaften gutheißen.

In der Politik
Genauso verhält es sich mit der Haltung eines politischen Systems in Krisenzeiten: So waren beispielsweise die Amerikaner dem Präsidenten George W. Bush vor dem 11. September 2001 nicht besonders zugetan. Nach den Terroranschlägen auf die Twin-Towers standen sie auf einmal hinter ihm. Laut den Wissenschaftlern, ist es „die Suche nach Halt“ durch die Politik, so konnte es auch kurz danach zum Irak-Krieg kommen. Die Bevölkerung eines Landes suchte also Bestätigung in ihrem bestehenden System, um es verteidigen zu können, um sich auf diese Weise sicher (sicherer) zu fühlen. Heute wissen wir, dass US-Präsident Bush und seine Regierungsmitglieder in fast allen Fällen die Unwahrheit über die Massenvernichtungswaffen verlautbaren ließen um einen Grund für den Krieg vorzuweisen. Das hat vielen Menschen das Leben gekostet.

2. Die System-Abhängigkeit
Je stärker uns die Vorgaben eines Systems betreffen, desto weniger neigen wir dazu uns gegen dessen Ungerechtigkeiten zu wehren.
Dieser Zusammenhang geht den Forschern zufolge aus mehreren Studien hervor. So hat beispielsweise eine Befragung unter Studenten gezeigt, dass sie ungerechte Regelungen ihrer eigenen Universität, beispielsweise zur Vergabe von Wohnheimplätzen, eher versuchen zu rechtfertigen, anstatt sich gegen sie zu wehren. Gegen Ungerechtigkeiten im Gesundheitssystem dagegen, zeigten sie eine größere Bereitschaft zum Aufstand. Obwohl dieser Bereich die jungen Erwachsenen nur in wenigen Fällen direkt betraf. Was einem selbst betrifft, erduldet man fast immer, Preiserhöhungen, Steuererhöhungen, Geldabwertung, Pensionskürzung, längere Arbeitszeiten, Sparmaßnahmen, die Persönlichkeit einschränkende Gesetze etc.. Unbewusst denken die meisten Menschen: "Alles ist besser als Ungewissheit, lieber behalte ich eine Situation bei ich wenigstens kenne, ist sie auch noch so miserabel!"

3. Ganz wichtig: Der Glaube, nicht ausbrechen zu können
Im privaten Bereich
Die Angst vor dem Verlust eines Partners, Freunden oder der Familie halten viele Menschen davon ab, aus sozialen Gruppen auszubrechen (wieder die Ungewissheit "Was kommt danach")!

In der Politik
Einige Studien haben gezeigt, dass dieser Aspekt auch bei politischen System eine Rolle spielen kann: Das konnte eine Forschergruppe durch die Befragung von Probanden belegen. Der einen Gruppe erzählten sie, dass es ab sofort sehr viel leichter sei, auszuwandern, der anderen Gruppe, es sei ab sofort deutlich schwieriger. Anschließend sollten die Probanden ihr eigenes politisches System bewerten. Diejenigen, die Auswandern für schwierig hielten, bewerteten es deutlich positiver als diejenigen, die kaum Hürden sahen, ihre Zelte in ein anderes Land zu verlagern. Wenn wir also glauben, nicht entfliehen zu können, reden wir uns unser System wenigstens schön.

4. Die Selbstbestimmung
Nach verschiedenen Forschungsergebnissen streben vor allem Bürger westlich geprägter Länder (also auch die EU-Länder) dazu, ihr Leben selbst zu bestimmen. Ist dieses Gefühl nicht gegeben, da der Staat beispielsweise weitreichende Gesetze erlässt, bewerten die Menschen diese Gesetze automatisch als positiv. Auf diese Weise überzeugen sie sich selbst, dass alles seine Richtigkeit hat. Dementsprechend negativ werden Änderungen wahrgenommen. Laut weiteren Studien ist der gleiche Effekt in Bezug auf einzelne Führungspersonen, aber auch auf Institutionen zu beobachten.

Der wichtige Schluss der Untersuchung
Insgesamt kommen die beiden US-Forscher zu dem Schluss, dass der Mensch eher dazu neigt, bestehende Systeme zu unterstützen, anstatt sich für einen Wandel einzusetzen.
Welche Situationen aber zu einem Umdenken führen, wie beispielsweise dieses Frühjahr im arabischen Raum, sei noch nicht ausreichend erforscht. Deshalb wollen sich die Psychologen künftig den Gründen widmen, die soziale Veränderungen anstoßen und beschleunigen.
Quelle: Aaron Kay und Justin Friesen (Duke University, University of Waterloo): Psychological Science, doi: 10.1177/0963721411422059 (LINK: http://cdp.sagepub.com/content/20/6/360)
( Aaron C. Kay, Fuqua School of Business, Duke University, 100 Fuqua Drive, Box 90120, Durham, NC, 27708-0120 E-mail: aaron.kay @ duke.edu )
-----
Sonderseite Theta-X: http://eggetsberger-info.blogspot.co.at/p/theta-x-programm.html