Freitag, 4. Mai 2012

Reifeprozesse schließen erst mit 25 Jahren ab, Probleme mit Lernen und Selbstfindung treten in dieser Zeit auf


Pubertät wird länger - Entscheidende Reifeprozesse schließen erst viel später ab.
Sie nerven Eltern, das Gesicht gleicht bei Manchen einer Kraterlandschaft, Grenzen werden ausgelotet (und nicht selten überschritten), Stimmungsschwankungen im Sekundentakt, (von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt, von lieb entspannt bis aggressiv) – Eine turbulente und herausfordernde Zeit für Jugendliche, Eltern und nicht zuletzt für die Lehrer: Die Pubertät. Es ist nicht einfach erwachsen zu werden, die meisten Erwachsenen können oder wollen sich nicht mehr daran erinnern, sie sind wie jeder durch diesen mentalen-hormonellen Prozess gegangen. Ein Prozess der u.a. unser Gehirn verändert, bestehende neuronale Netze umbaut und neue aufbaut.

Während in dieser Zeit Kinder ihren eigenen Weg und Platz in der Welt suchen und zumeist auch finden, fanden Gehirnforscher jetzt heraus, dass dieser Gehirn-Reifeprozess erst im 25. Lebensjahr abgeschlossen ist. In der Fachzeitschrift "The Lancet" wurde eine Studienreihe zum Thema „Gesundheit Heranwachsender“ publiziert. Das Gehirn durchläuft im Teenageralter einem hochkomplizierten Prozess, der einer Großbaustelle ähnelt: Viele alte Nervenverbindungen sterben ab, Hormone schießen vermehrt ein, die Informationsverarbeitung wird schneller. Oft kommt es anfänglich zu Koordinationsproblemen. Der Hang zum Risiko ist in dieser Zeit verschärft. Durch die Ausreifung des präfrontalen Cortex im Hirn (dieser ist u.a. zuständig für die Selbstkontrolle), der für richtiges Abschätzen für die Folgen einer Handlung verantwortlich ist. Oft treten gerade in dieser Zeit enorme Lernprobleme auf. Orientierungslosigkeit (wofür soll ich mich entscheiden) und andere mentale Probleme stehen auf der Tagesordnung. Die Konzentrationsfähigkeit und Merkfähigkeit ist oft regelrecht blockiert. Gleichzeitig ist das pubertierende Gehirn oft auch anfälliger für Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Pubertät und moralische Entscheidungen
Hier hilft am meisten ein geignetes Mentaltraining. Lernfähigkeit und mentale Stabilität können durch geeignetes Training und durch entsprechende Übungen verbessert werden. Im Mittelpunkt eines solchen Trainings steht die beschleunigte Ausreifung des präfrontalen Cortex  und seinen Verbindungen im Gehirn. Dies kann heute durch moderne Trainingsverfahren und entsprechender Biofeedbacktechnik bzw. Neurostimmulation extrem beschleunigt werden. In vielen Fällen genügen schon 10 Std. Training und die Gehirnaktivität hat sich optimiert.

Zum Thema Lernen findet am 10.05.2012 ein kostenloser Vortrag statt: >>> Mehr dazu unter ... http://eggetsberger-info.blogspot.com/2012/04/vortrag-lernen-mit-mapp-training-zum.html . Hier erfahren Sie neben umfangreichem Hintergrundwissen auch einige praktische Lerntipps (nicht nur für Jugendliche).

TIPP: Zum Thema Lernen war Markus Eggetsberger live im ORF-Ö3  (Radio, Gastgeber: Robert Kratky) am Mittwoch 2. Mai 2012  - Ö3 Wecker 6:40 Uhr, hören Sie sich das Interview jetzt an  >>> DIREKTLINK: http://eggetsberger-info.blogspot.com/2012/04/markus-eggetsberger-live-im-radio.html

Quellen: The Lancet, PEP/IPN-Forschung