Mittwoch, 17. April 2013

Die möglichen Wunder der Konzentration und Meditation

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Durch Meditation kann sich der eigene Körper erwärmen.
Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung der National University of Singapore. Die Kerntemperatur kann vom Gehirn aus gesteuert werden und durch bestimmte Meditations-Techniken erhöht werden. Laut den Forschern kann diese Erkenntnis Menschen in kalten Regionen helfen. Während einer religiösen Zeremonie in Tibet wurden Daten von Nonnen gesammelt, die mithilfe der sogenannten G-Tummo-Meditation ihre Körpertemperatur erhöht haben. Dabei haben sie eiskalte Tücher, die um ihren Körper gewickelt waren in einem minus 25 Grad Celsius kalten Raum getrocknet. Es wurde die Temperatur gemessen, wobei sie auf 38,3 Grad Celsius anstieg. Nicht für jeden gleich machbar: "Meditierende brauchen für diese bestimmte Meditationstechnik eine gewisse Praxis.

Hintergründe: Studie beweist, Tummo-Meditation kann Körperkerntemperatur kontrollieren
Singapur - Einem internationalen Forscherteam ist erstmals der wissenschaftliche Nachweis dafür gelungen, dass es möglich ist, die Körperkerntemperatur, also der Temperatur der lebenswichtigen inneren Organe, willentlich durch Meditation zu beeinflussen.

VIDEO: Tibetisch-buddhistischen Mönche Meditation und Wissenschaft. Tummo Me
LINK: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=XZUdtFu_hwI#!


Wie das Team um Professor Maria Kozhevnikov vom Department of Psychology an der National University of Singapore (NUS), zu dem auch der Psychologe Klaus Gramann von der TU Berlin gehört, aktuell im Fachjournal "PLoS One" berichtet, gelang der Nachweis dieser Fähigkeit in Zusammenarbeit mit tibetischen Nonnen, die die sogenannte Tummo-Meditation, eine tantrische Meditationstechnik des Vajrayana-Buddhismus, praktizieren.

Die innere Energie kontrollieren und steuern
Frühere Studien dieser Meditationstechnik konnten schon den Anstiege der Körpertemperatur in Fingern und Zehen nachweisen. Laut Angaben des Tummo-Trainierenden kontrolliere diese Praktik die innere Energie und deswegen wird die Tummo-Technik von ihren Anhängern in Tibet als eine der heiligsten spirituellen Praktiken verstanden und praktiziert. Klöster, in denen das Tummo praktiziert wird, sind sehr selten und liegen meist in den abgeschiedenen Gegenden Tibets, berichten die Mental-Forscher. ...


Temperaturfühler im Finger
Die Wissenschaftler selbst erhielten ihre Daten während der Zeremonie des "Inneren Feuers".  Währenddessen die Nonnen und Mönche nachweislich in der Lage sind, ihre Körpertemperatur derart zu erhöhen, dass sie in der Lage sind, selbst bei minus 25 Grad Celsius Außentemperatur nasse Kleidung auf ihrem Körper zu trocknen. (Hinweis, durch Temperaturbiofeedback-Übungen, unter Gerätekontrolle, ist JEDER Übende in der Lage die Temperatur z.B. in den Händen und Füßen oft bist zu einigen Graden zu erhöhen. Wir benützen diese Technik gegen Migräne und auch gegen chronisch kalte Hände und Füße.)

Mittels Biosensoren zeichneten die Tummo-Forscher die Körpertemperatur der Meditierenden auf und beobachteten dabei einen Anstieg der Körperkerntemperatur auf bis zu 38,3 Grad Celsius. Normalerweise liegt diese zwischen 35,8 und 37,2 Grad Celsius. In einer zweiten Untersuchung untersuchten die Forscher auf gleiche Weise die Körpertemperaturen von westlichen Meditierenden, die eine Atemtechnik des Tummo anwendeten. Auch hierbei zeigte sich- wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß - ein Anstieg der Körperkerntemperatur als Folge der Meditation.

Für die Wissenschaftler aber auch Medizin ergeben sich aus dem Nachweis dieser Fähigkeit auch ganz konkrete mögliche Anwendungen - auch für Meditationsanfänger, in dem es möglich sein könnte, die Körperkerntemperatur durch gezieltes Atmen und Meditation (auch durch Unterstützung von Biofeedback) zu regulieren. Eine solche Technik könnte es den Anwendern ermöglichen, sich beispielsweise an eine kalte Umgebungen anzupassen, die eigene Widerstandsfähigkeit gegen Infektionskrankheiten sowie kognitive Fähigkeiten zu erhöhen und besser mit gesundheitlichen Problemen angesichts zu niedriger Körpertemperaturen umgehen zu können.

Die Auslöser für den willentlichen Anstieg der Körperkerntemperatur durch die Anwendung von Tummo sehen die Forscher einerseits in der angewendeten Atemtechnik (vase breathing, dt.: Vasenatmung) und in der "konzentrierten Visualisierung". Die angewandte Atemtechnik führe zur sog. Thermogenese, also zur Produktion von Wärme durch Stoffwechselaktivität.

Bei der Visualisierung (Fokusübung), konzentriert sich der Meditierende mental etwa auf das Bild von Flammen, die beispielsweise entlang seiner Wirbelsäule auflodern. "Beide Techniken wirken zusammen und führen so zu den erhöhten Temperaturen bis hin in Bereiche moderater Fieberzustände", so die Forscher.

"Schon die Vasenatmung alleine ist ein sicherer Weg, um die Körperkerntemperatur in normalem Umfang zu regulieren", erläutert Kozhevnikov. "Die Anwender, denen ich diese Technik beigebracht habe, waren in der Lage, ihre Körpertemperatur in bestimmtem Umfang zu erhöhen und berichteten danach, sich deutlich kraftvoller und konzentrierter zu fühlen."

Weitere Untersuchungen könnten zukünftig also auch nicht-tibetanische Anwender dieser Meditationstechnik dazu befähigen, durch Vasenatmung ihre Gesundheit und kognitive Leistung zu verbessern

Meditation hat viele positiven Effekte
Um z.B den Selbstheilungs-Prozess des Körpers zu mobilisieren, ist es wichtig, dass die Achtsamkeit (Fokus) in der Gegenwart bleibt und der Meditierende nicht unachtsam in Gedanken an die Vergangenheit oder an eine mögliche Zukunft abschweift. Dabei sind Gedankestopptechniken und auch die sognenante Alpha-Switch Technik gute Hilfestellungen (siehe dazu das Theta-X Programm).
Quelle: Fachjournal "PLoS One"
Texteil von: Thomas Kabierschke, pressetext.com
LINK: http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0058244
(BILDQUELLE: Ansteigende Temperaturkurven während des Tummo vor dem Hintergrund meditierender Mönch. | Copyright/Quelle: Kozhevnikov et al. / plosone.org und Eggetsberger-info)

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Vasenatmung, Handhaltung, Handposition
Copyright/Quelle: Kozhevnikov et al. / plosone.org
Meisterung des inneren Feuers - Vasenatmung
(Beispiel - einfacher Übungsablauf)

Atmen Sie ein und spannen dabei den Beckenbodenmuskel (Pc-Muskel) an. Halten Sie den Atem und die Anspannung eine Weile an. Atmen Sie wieder aus und lösen dabei die Perineum-Beckenbodenspannung komplett auf. Gleichzeitiges Visualisieren und entsprechende Sitz- Handhaltung löst dann den Tummo-Effekt aus.

Die Übung der Vasenatmung hält das Gewahrsein, den Fokus an einer bestimmten Stelle.

Fokussieren der Energien im Nabel
Auf Höhe des Nabels, hinter dem Nabel (Nabelzentrum) stellt man sich eine kleine Flamme von der Größe einer Kerzenflamme vor. Wenn Sie durch die Nasenlöcher einatmen, sollten Sie geistig die Silbe OM rezitieren. Die Durch den Luftstrom getragenen Energien werden durch Visualisation zum Nabelzentrum hinuntergetragen und treten unterhalb des Nabelzentrums dann in den Zentralkanal (innerhalb des Rückenmarks) ein. In  diesem Augenblick sollten Sie den Atem für eine kurze Zeitspanne (Anfangs ca. 3 Sekunden) anhalten, während Sie geistig die Silbe AH rezitieren. Wenn Sie dies machen, sollten Sie sich vorstellen, dass der Luftstrom die Flamme die im Nabelzentrum verweilt, stärker zum Brennen bringt. Dann atmen Sie aus, während Sie geistig die Silbe HUNG rezitieren.

Bei dieser Übung blickt man am besten in die leere Natur des Geistes selbst (z.b. Alpha-Switch, aus dem Theta-X Programm). Nehmen Sie eine aufrechte Körperhaltung ein. Wichtig: Wie immer Sie sitzen, die Wirbelsäule sollte gerade sein. Benützen Sie nun die kurz beschriebenen Visualisationen. Atmen Sie ein, rezitierten Sie im Geist (also lautlos) die Silbe OM. Dann, während des Anhaltens des Atems, (Vermischen der Windenergien im Zentralkanal - Canalis centralis im Nabelzentrum), wiederholen Sie im Geist die Silbe AH. Dann atmen Sie mit der Silbe HUNG aus. Der Atem sollte sanft angehalten werden. Wenn der Atem hinunterdrückt wird, weitet er nicht den Bauch und bindet den unteren Wind und drückt den oberen Wind hinunter. Dies wird die „Vereinigung der Winde“ genannt. Wenn der obere Wind hinuntergedrückt wird und der untere Wind heraufgezogen wird, dann wird dies „Vasenatmung“ genannt.

Wenn Sie nun die Atemergien im Nabelzentrum belassen und gleichzeitig den Geist ohne viele Gedanken, in seinen natürlichen Zustand belassen, wird sofort Wärme im Nabelbereich entstehen. Sie können die Übung auch mit dem PcE-Training kombinieren. 
Atmen Sie ein und spannen dabei den Beckenbodenmuskel (Pc-Muskel) an. Halten Sie den Atem und die Anspannung eine Weile an. Atmen Sie wieder aus und lösen dabei Sie die Perineum/Beckenbodenanspannung komplett auf. Gleichzeitiges Visualisieren und entsprechende Sitz- Handhaltung löst dann den Tummo-Effekt aus. 
Das ist eine fortgeschrittene PcE-Training-Technik.

Zum PcE-Training gibt es ein GRATISBUCH zum Downloaden