Mittwoch, 14. Oktober 2015

Erkältung - Infektion der oberen Atemwege

Alle Jahre wieder!
Erkältung ist eine Infektion der oberen Atemwege mit Viren, die besonders leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Meist ist zunächst die Schleimhaut der Nase betroffen und es kommt zu Schnupfen. Zudem kann es zu einer Halsentzündung, einer Mandelentzündung und einer Infektion der Atemwege der Lunge mit Husten bzw. Bronchitis kommen.

Zu den auslösenden Krankheitserregern gehören Rhinoviren, Adenoviren, respiratorische Syncytial-Viren und Parainfluenza-Viren. Insgesamt existieren über 100 verschiedene Viren, die eine Erkältung auslösen können. Häufig kommt es zu einer Sekundärinfektion, also einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien.

Wie entsteht eine Erkältung eigentlich?
Die Krankheitserreger werden meist via Tröpfcheninfektion, etwa durch Niesen oder Husten, bzw. über Gegenstände (z.B. Handy, Telefon, Tastatur, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln, Türgriff, etc.) übertragen. Die Eintrittspforten sind Nasen- und Rachenschleimhaut, von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen etwa ein bis drei Tage. Ein Übergreifen der Infektion auf die Nebenhöhlen (Nebenhöhlenentzündung), auf die Bronchialschleimhaut (Bronchitis) und die Lunge (Lungenentzündung) ist möglich.

Da Erkältungsviren mehrere Stunden auf der Hautoberfläche oder an Gegenständen überleben, ist es wichtig, sich nach dem Reinigen der Nase die Hände gründlich zu waschen. Bei einer Begrüßung per Händedruck gelangen die Viren sonst auf ihr nächstes Opfer, das sich dann beim Reiben der Augen oder Naseputzen infiziert. ... 

Eine normale Erkältung ist meist harmlos und dauert etwa ein bis zwei Wochen. Wenn sich die Symptome einer Erkältung stark verschlechtern oder sie unvermindert stark länger als eine Woche anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Wie kann man eine Erkältung selbst behandeln?
Allgemein sollten Sie sich körperlich schonen und viel Flüssigkeit (am besten warme) zu sich nehmen, z.B. warmen Tee. Die meisten Nasentropfen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und erleichtern so das Atmen. Sie sollten jedoch je nach Präparat nicht länger als sieben bis zehn Tage angewendet werden.

Inhalieren
Dampfinhalationen mit in Wasser gelöstem Kochsalz (NaCl) lassen die Nasenschleimhäute ebenfalls kurzzeitig abschwellen – diese Art der Inhalation wirken zudem desinfizierend und verflüssigen zähen Schleim.

Silberkolloid (Silver Cloud)
Gurgeln Sie mit Silberkolloid, das können Sie auch in die Nase tropfen, Silberkolloid wirkt desinfizierend. LINK

Versuchen Sie, eher mit hoch gelagertem Kopf zu schlafen.
Tipp: Raucher sollten ihren Nikotinkonsum während der Erkältung zumindest deutlich einschränken, um eine weitere Reizung der Schleimhäute zu vermeiden.
Werfen Sie gebrauchte Papiertaschentücher sofort weg und waschen Sie sich nach dem Schnäuzen die Hände, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen.

Die Gabe von Antihistaminika (Chlorpheniramin, Doxylamin) kann das Nasenlaufen und Niesen etwas bessern. Auf die anderen Erkältungsbeschwerden haben diese Medikamente aber keinen Einfluss. Bei einigen Antihistaminika tritt Müdigkeit als häufige Nebenwirkung auf (!).

Zink-Präparate 
Laut neuesten Studien kann die Einnahme von Zinkpräparaten sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Erkältungen sinnvoll sein. Werden Zinkzubereitungen (z.B. Pastillen) innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der ersten Erkältungssymptome eingenommen, kann sowohl die Schwere vermindert als auch die Dauer der Erkrankung verkürzt werden. Zur vorbeugenden Behandlung müsste Zink mindestens fünf Monate eingenommen werden. Hilfreich kann auch Vitamin C sein, es beschleunigt die Arbeit des Immunsystems.

Wie kann man eine Erkältung am ehesten vermeiden?
  • Vermeiden Sie es so weit wie möglich, sich im Gesicht zu berühren, nachdem Sie Kontakt mit einem erkälteten Menschen hatten oder in öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs waren.
  • Halten Sie, wenn möglich, Abstand zu erkälteten Personen.
  • Trinken Sie nicht aus Gläsern, die von erkälteten Menschen benutzt werden/wurden, und verwenden Sie eigenes Besteck und Geschirr.
  • Achten Sie auf eine gründliche Hygiene der Hände. Dies gilt sowohl für Erkältete als auch für Personen, die mit diesen in Kontakt stehen.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport, um Ihr Immunsystem zu stärken.
  • Kleiden Sie sich dem Wetter und der Temperatur entsprechend.
  • Achten Sie auf eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit in den Schlafräumen damit Ihr Hals, Ihre Schleimhäute nicht austrocknen können. Eventuell durch einen Luftbefeuchter. Grippeviren mögen keine hohe Luftfeuchtigkeit.