Donnerstag, 18. Dezember 2014

Respekt vor allem Lebendigen, vor jeder Form des Bewusstseins

Es ist sicher, dass jedes lebendige Wesen irgendeine Form von Bewusstsein hat.
Wenn wir normalerweise von Bewusstsein sprechen, meinen wir eigentlich Selbst-Bewusstsein im Sinne des bekannten Spruchs von René Descartes "Ich denke, also bin ich". Also setzen die meisten Menschen das Denken und somit das EGO oder ICH-Gefühl mit Bewusstsein, Bewusstheit gleich. Doch es gibt auch andere Formen des Bewusstseins, die ohne ein klar definiertes „Ich“ bzw. Ego auskommen, das nennen wir das reine Beobachten den inneren Zeugen. Diese Form von Bewusstsein kommt ohne Denken aus. Also ohne, den für uns Menschen so typischen immerwährenden grammatischen Gedankenfluss.

Zum lesen bitte das Bild einfach anklicken!
Wenn wir diesen uns so bekannten Gedankenstrom einmal unterbrechen (stoppen), bleibt das beobachtende Bewusstsein, der innere Zeuge zurück.

Diese Bewusstseinsform könnten wir als die Ur-Bewusstseinsform ansehen. Der Ursprung jedes Bewusstseins liegt hier in dem "ich bin einfach der ich bin" Zustand.  Unser Denken, das denkende Bewusstsein, das Ego ist nur ein Subprogramm dieses Ur-Bewusstseins, es hat sich nach und nach im Organismus entwickelt.

Jeder kennt Situationen, in denen man "Eingebungen" oder spontane Ideen hat.  Plötzliche Lösungen komplizierter Probleme fallen uns dann einfach in den Schoß.

Ein anderes Mal entscheiden und handeln wir intuitiv, einfach "aus dem Bauch heraus". Das alles kommt nicht durch die bekannten Denkprozesse zustande, sondern durch ein Wissen das dem beobachtenden Bewusstsein zur Verfügung steht. Dass dieses Bewusstsein auch (auf einer höheren Ebene) Entscheidungen treffen kann und/oder sogar Handlungen ausführt, bemerken wir erst dann wenn diese Handlungen schon vollzogen sind. ...


Dieses Bewusstsein ist auch die Art des Bewusstseins über das Lebewesen verfügen, die mancher geringschätzig als Tiere bezeichnet oder in einen Anflug von Arroganz nicht sonderlich gut behandelt.

Sie fühlen ähnlich wie wir! Auch wenn das einige nicht
wahrhaben möchten.
Der Unterschied zwischen uns Menschen und den Tieren ist aus objektiver biologischer Sicht weitaus geringer, als es viele gerne sehen wollen. Es wird nicht weiter überraschen, dass Tiere viele Hirnbereiche -wie z.B. die für Angst, Panik aber auch Hirnbereiche für Emotionen genauso besitzen wie wir Menschen. Tiere haben ebenso wie Menschen  Emotionen, sie kennen Unruhegefühle, Angst, Panik, Depressionen, Trauer, Zuneigung, Liebe etc. genauso wie wir. Die größten Teile des menschlichen Bewusstseins, gleichen dem der Tiere.

Doch was ist die höchste Form von Bewusstheit?
Auch sie können lösungsorientiert denken und Werkzeuge
benützen, obwohl sie nur ein kleines Gehirn besitzen!
Ist es unser immerwährender grammatischer Gedankenfluss, oder ist es das darüber existierende beobachtende Bewusstsein? Ist das Denken wertvoller als das Beobachten, oder ist beobachten die Grundlage alles Bewusstseins. Betrachtet man das Ganze aus der Sicht des Buddhismus, dann erfährt man, dass sich die Meditierenden bemühen, das absolute und allumfassende Verständnis der Welt, das sogenannte Satori die Erleuchtung zu erlangen. Diese entsteht nach alter Überlieferung aus dem Zustand der vollkommenen geistigen Leere, nur noch das beobachtende Bewusstsein ist dann präsent. Satori wird konzeptionell als ein Bewusstseinszustand erklärt, der nicht durch Eingriffe und Gedanken beschränkt, oder in seiner Sichtweite begrenzt wird. In tiefer Meditation löst sich der Praktizierende  von jeglichem gerichteten Denken. Auch im Taoismus wird das wie auch bei anderen Meditationsformen ähnlich gesehen.

Meditierender praktiziert den Gedankenstopp
Ein Taoist weiß, dass man sich zunächst von den einengenden Kategorien menschlichen Denkens vollends befreien muss, da diese einem den Blick auf die Welt als Ganzes weitgehend versperren. Es geht bei fast allen ursprünglichen Meditationstechniken also darum, sich in der Meditation von den Gedankenflüssen zu befreien. Man versucht das loszuwerden, was wir normalerweise als Bewusstsein bezeichnen ("ich denke also bin ich"). Eines ist gewiss, das reine beobachtende Bewusstsein, die Urform des Bewusstsein bleibt auch noch bestehen, wenn wir aufhören zu denken. Es steht über den Gedanken und auch über den Emotionen. Diese Form des Bewusstsein steckt auch in Tieren und keiner weiß wo sonst noch. Würde das beobachtende Bewusstsein fehlen, würde uns die "Bühne" fehlen auf der sich das was wir Realität nennen abspielt, dann würde es aber auch keine Gedanken geben.
Quelle: G.H.Eggetsberger
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Zusatz - Links: http://www.pce.at/PDF/Hirn-Tier-Mensch.pdf