Samstag, 11. April 2015

Die Sonne lüftet ein Geheimnis - weiteren Sonnenzyklus gefunden

Die Sonne lüftet ein weiteres Geheimnis: Neben dem uns schon lange bekannten 11-11,5 jährigen Sonnenzyklus haben Sonnenforscher nun einen weiteren Zyklus unserer Sonne entdeckt, während dieses Zyklus nimmt die Sonnenaktivität innerhalb von rund 330 Tagen rhythmisch zu- und wieder ab. Hierbei handele es sich um eine der Hauptquellen heftiger Sonneneruptionen.


Der saisonale, einjährigen Zyklus auf der Sonne (animiert)
Wie die Forscher um Scott McIntosh vom High Altitude Observatory of the National Center for Atmospheric Research aktuell im Fachjournal "Nature Communications" berichten werden, wird der quasi-einjährige Zyklus von Veränderungen in Bändern aus starken Magnetfeldern angetrieben (siehe animiertes Bild rechts), die sich auf jeder Hemisphäre der Sonne finden. "Was wir hier vorliegen haben, ist ein starker Antrieb von Sonnenstürmen", und "durch ein besseres Verständnis darüber, wie sich diese aktiven Magnetfeldbänder in der Sonne bilden und so die jahreszeitlichen Instabilitäten entstehen, können wir unsere Vorhersagen über das sog. Weltraumwetter zusehends verbessern" so der Forscher.
Bislang sei der eigentlich für jedermann sichtbare 1-Jahreszyklus der Sonne von Forscher übersehen oder abgetan worden, weil immer nur nach den Gründen für den bekannten 11-Jahres-Zyklus gesucht wurde. Dennoch sei die Auswirkung dieses "neuen" Sonnenzyklus auf das Weltraumwetter derart massiv, dass es dringend erforderlich ist, mehr über diese Sonnen-Aktivitäten zu erfahren. ...

Original-Videolink dazu: https://www.youtube.com/watch?v=tlwmEll_l6U  

Wandernde Magnetbänder
Sonne bei ruhigerem Sonnenwetter!
Wie auch die animierte Grafik gut zeigt, wandern die magnetisierte Bänder aus Sonnenmaterial immer in Richtung des Sonnenäquators. Die Art und Weise, wie die Bänder jeder Hemisphäre miteinander interagieren führt zu einem 330-Tage dauernden -und bislang übersehen- Aktivitätszyklus unserer Sonne. Dieser kann ebenso starke Auswirkungen haben, wie der bereits seit langem bekannte 11-Jahreszyklus der Sonne.

Die Interaktion der beweglichen magnetischen Bänder könne auch dabei helfen, andere Sonnenrätsel zu lüften. So wird seit den 1960er Jahren beobachtet, dass die Anzahl starker Sonnenausbrüche und damit einhergehender koronaler Masseauswürfe, ein Jahr oder mehr verzögert nach dem Höhepunkt der Anzahl der Sonnenflecken ihren Höhepunkt hat.

Dieses zeitliche Lücke, das Hinterherhinkens scheint ebenfalls damit zusammen zu hängen, wie jeweils zwei Magnetfeldbänder auf jeweils einer Sonnenhälfte miteinander interagieren bzw. ineinanderfließen und dabei instabile Regionen auf der Sonne entstehen lassen, aus denen heraus sich dann Sonnenausbrüche und koronale Masseauswürfe lösen können. Die neue Entdeckung wird noch viele offene Fragen beantworten helfen.
Quelle: Fachjournal "Nature Communications"/NASA
NASA-LINK: SONNENFORSCHUNG
Videolink: https://www.youtube.com/watch?v=tlwmEll_l6U