Montag, 31. August 2015

Schon 53 Verdachtsfälle von Schlafkrankheit nach Schweinegrippe-Impfung

Kurz notiert!
Deutschland: Bundesweit sind 53 Verdachtsfälle registriert, bei denen der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix möglicherweise die unheilbare Schlafkrankheit Narkolepsie ausgelöst hat.

Nicht immer ist Impfen ungefährlich!

Offizielle Stellungnahme: Dies geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinische Post“ berichtet. Zu den Betroffenen zählen demnach 27 Minderjährige. Bei Kindern mit gesicherten Diagnosen seien die Symptome im Durchschnitt etwa 160 Tage nach der Impfung aufgetreten, bei Erwachsenen waren es 194 Tage.

Das gefährliche: Fast 31 Millionen Menschen geimpft
Das als Schweinegrippe bekanntgewordene Virus H1N1 löste 2009 von Mexiko ausgehend eine Pandemie aus. In Deutschland empfahlen die Behörden, sich durch Impfungen dagegen zu schützen. Während der Influenza-Welle 2009/2010 wurden in Europa fast 31 Millionen Menschen mit Pandemrix geimpft. Daneben gab es noch andere Impfstoffe. Die Gefährlichkeit der Grippe war damals allerdings überschätzt worden. Bei Narkolepsie leiden Patienten tagsüber an Schläfrigkeit und können plötzlich ihre normale Muskelspannung verlieren.

1300 Fälle bisher bekannt
Bis Juli 2015 verzeichnet die Europäische Agentur für Medikamente über 1300 Fälle der Schlafkrankheit Narkolepsie bei Personen, die im Winter 2009/2010 gegen die sogenannte Schweinegrippe geimpft worden waren. Davon betroffen sind fast ausschließlich Kinder und Jugendliche und vor allem jene, die mit der Vakzine namens Pandemrix der britischen Firma GlaxoSmithKline (GSK) geimpft worden waren. Die mutmaßlich impfbedingten Narkolepsie-Fälle sind offenbar nicht heilbar! (Link dazu).
Dabei muss berücksichtigt werden, dass nicht alle Fälle bis jetzt richtig diagnostiziert wurden bzw. noch nicht alle gemeldet wurden.
Quelle: (d.p.a) Rheinische Post, nzz.ch, u.a.