Montag, 16. Mai 2016

Schmerzmittel blocken Mitgefühl - die Empathie Fähigkeit

Zu keinem anderen Medikament greifen Deutsche, Schweizer wie auch Österreicher so häufig wie zu Schmerzmitteln. Vor allem rezeptfreie Angebote wie Paracetamol sind sehr beliebt. Doch dieses Schmerzmittel wie auch ähnliche, haben eine mitunter sehr negative Nebenwirkung, die kaum bekannt ist und daher auch die meisten Mediziner nicht kennen. Paracetamol und ähnliche Produkte können sich drastisch auf das Verhalten der Patienten auswirken. Zwischenmenschliche Beziehungen können gestört werden, die Empathiefähig* leidet unter den Schmerzmittelgaben.

Einfühlungsvermögen, Mitgefühl
Denn Schmerzmittel blocken Mitgefühl
Das haben u.a. US-Wissenschaftler der Ohio State University und des National Institute of Health herausgefunden. Paracetamol vermindert deutlich die Empathie Fähigkeit.

Vereinfacht kann man sagen: Wer selber nichts spürt, kann auch nicht gut mit anderen mitfühlen.
Das entdeckte ein Forscherteam aus Wien! Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin PNAS veröffentlicht. Hintergrund: Die Neurowissenschaftler um Claus Lamm verabreichten Freiwilligen eine Tablette unter der Zusicherung, dass es sich dabei um ein ebenso teures wie wirksames Schmerzmittel handelte - in Wirklichkeit war das vermeintliche Medikament ein Placebo. Das Scheinmedikament führte dazu, dass die Probanden tatsächlich weniger Schmerzen empfanden als die Vergleichsgruppe, die gar nichts bekam. Es ist bekannt, dass selbst wirkungslose Mittel, deren Effekte betont werden und die als besonders teuer gelten, Beschwerden stark lindern können (das nennt man Placeboeffekt). ... 


Empathie, Mitgefühl steigernde Übung mit
Neurostimulation Unterstützung (Whisper)!
Doch Tests zeigten auch, dass das Mitgefühl für den Schmerz ihrer Kollegen auf diese Weise stark vermindert war. In ähnlichem Ausmaß, wie die Teilnehmer selbst unempfindlicher für die zum Test durchgeführten Stromreize auf ihrem Handrücken wurden, hielten sie die elektrischen Stimuli bei ihren Partnern für weniger belastend. "Mitgefühl für Schmerzen anderer basiert auf den gleichen neuronalen Erregungsmustern und der Aktivierung derselben Neurotransmitter, auf denen auch die Erfahrung von Schmerz beruht", schreiben die Autoren. (Anm.: Um die Empathie-Fähigkeit zu steigern*, sich also besser in andere Menschen einzufühlen, kann man ein ganz bestimmtes Hirnareal in der rechten Hirnhälfte -am Schnittpunkt zwischen rechten Schläfenlappen und Scheitellappen- mittels Neurostimulation besser aktivieren.)

Die Forschungsarbeit zeigte: "Sozialer und körperlicher Schmerz teilen sich gemeinsame Nervenbahnen und Signalwege". Dass nahezu identische Nervenbahnen bei der eigenen Schmerzwahrnehmung wie derjenigen der anderen beteiligt sind, unterstrich ein hier beschribenes Experiment. Die Hälfte der Versuchs-Teilnehmer bekam zusätzlich zum Placebo das Mittel Naltrexon, das die Opioid-Rezeptoren im Gehirn blockiert und so die Schmerzempfindung wieder erhöht. Nach dieser Intervention wurde die eigener Schmerz wie zu erwarten wieder stärker wahrgenommen - und auch das Mitgefühl für die Pein der anderen Teilnehmer stieg gleichzeitig an.

Bildgebende Verfahren machen es deutlich: In funktionalen Kernspinaufnahmen bestätigte sich die Beobachtung; die Schmerzzentren im Limbischen System wurden wieder stärker aktiviert. "Womöglich hat ein Schmerzmittel, dass wir zur Linderung unserer eigenen Beschwerden nehmen, die unerwünschte Nebenwirkung, dass wir das Leid anderer weniger wahrnehmen", so die Autoren.

Seelische Schmerzen z.B. Ausgrenzung, können auch körperliche Empfindungen auslösen.
Das wirft natürlich die Frage auf, wie eng sind die eigene Erfahrungen von Leid mit dem Ausmaß des Mitgefühls was wir anderen entgegen bringen, verknüpft. Scheinbar sehr eng, da ähnliche Nervenwege beansprucht werden, das haben die Forscher um Naomi Eisenberger zweifelsfrei gezeigt. Das Forscherteam beobachtete, dass seelische Schmerzen durch soziale Ausgrenzung auch die körperliche Empfindlichkeit erhöhen.

Ein heißer Gegenstand und andere peinigende Reize werden natürlich als unangenehmer empfunden. Doch gleichzeitig stieg bei den Experimenten das Mitgefühl für andere an. Umgekehrt können Arzneimittel auch den Schmerz mildern, der entsteht, wenn man ohne Grund aus einer Gruppe ausgeschlossen wird (z.B. auch durch Mobbing). Mit der Einnahme von Paracetamol oder anderen vergleichbaren Schmerzmitteln fiel das psychische Leid nicht mehr so intensiv aus. Denn -wie schon gesagt- "sozialer und körperlicher Schmerz teilen sich gemeinsame Nervenbahnen und Signalwege", sagt Eisenberger. Und auf diesen Wegen entsteht normalerweise (ohne Neurostimulation) die Empathie.
Quellen: Fachmagazin PNAS, Ohio State University und des National Institute of Health, u.a. 
Quelle Anm: Eggetsberger-Info 
Bildquellen: Fotolia, Eggetsberger-Info, Caladon-GmbH
Links: http://www.pnas.org/content/112/41/E5638.abstract
und http://m.scan.oxfordjournals.org/content/early/2016/05/02/scan.nsw057
---- --- ----

* Mitgefühl, Empathie ist eine wichtige Fähigkeit, die die zwischenmenschliche Kommunikation und auch das bessere Verstehen von anderen unterstützt, man kann sich besser in den anderen einfühlen. Empathie und vernünftige Güte sind aber zwei zusammenhängende Haupt-Faktor der spirituellen Entwicklung und auch der persönlichen spirituellen Intelligenz. Buddhistische Mönche entwickeln die Fähigkeit der Güte (Mettaund des Mitgefühl (Karuna) durch bestimmte Formen der Meditationsformen. Im fortgeschrittenen Theta-X Prozess, dem Theta-Xpert ist diese Form der Meditation mittels Unterstützung der Neurostimulation ein wichtiges Training das auch u.a. bei einer vernünftigen Konfliktvermeidung hilfreich ist.
Quellen: PEP-Center, Eggetsberger-Info