Freitag, 16. September 2016

Nur wenigen ist es bekannt, dass unser Herz ein eigenes Herz-Gehirn besitzt welches aus 40.000 Nervenzellen besteht.

Nur wenige wissen es, aber tatsächlich haben Wissenschaftler festgestellt, dass unser Herz ein eigenes Gehirn besitzt. Dieses Herz-Gehirn besteht aus ca. 40.000 Neuronen – das sind fast ebenso viele Neuronen wie in den subkortikalen* Bereichen des Gehirns sind. Unser Herz-Gehirn kann unabhängig von Gehirn und Kopf arbeiten. Aus Sicht der Neurowissenschaften ist es damit komplex genug, um auch als eigenes kleines Gehirn bezeichnet zu werden. Somit zeigt sich, dass es neben dem Kopf-Hirn nicht nur ein Bauch-Hirn gibt, das sich im Bereich des Solarplexus und um den Darmbereich befindet, sondern auch noch ein eigenes Herz-Hirn. Die beiden letzteren Hirne wurden erst in jüngster Zeit entdeckt.

Das Herz-Gehirn mit 40.000 Neuronen 
Unser Herz kommuniziert auf unterschiedlichen Wegen mit unserem Kopf-Gehirn, mit den Drüsen und unserem übrigen Körper. Die dabei ausgetauschten Signale nehmen (rückgekoppelt) Einfluss auf unsere Gehirnfunktionen - unser Denken und unsere Gefühle wie auf unseren Hormon-Kreislauf und weitere Funktionen unseres Körpers. Das Herz ist dabei sozusagen tonangebend. Über unser Herz können wir die Art der Kommunikation in unserem Körper beeinflussen.

Wie kommuniziert unser Herz mit dem Körper: Neural, biochemisch, über Druckwellen, über Gleichspannungspotentiale und auf elektromagnetischem Weg.

Die neurale Kommunikation des Herzens erfolgt durch die Übermittlung von Nervenimpulsen. Mit jedem Herzschlag werden zahlreiche Nervensignale über das Autonome Nervensystem (kurz ANS) an das Gehirn geleitet. Das ANS besteht aus zwei Ästen. Der Sympathikus ist für die Erregung/Aktivierung unseres Körpers, die Beschleunigung des Herzschlages und die Ausschüttung von Adrenalin zuständig.  Der zweite Ast der ANS, ist der Parasympathikus, dieser sorgt für unsere Entspannung und bewirkt u. a. eine Verlangsamung der Herzfrequenz. Ein kohärenter Herzrhythmus, (messbar mittels Herzfrequenzvariabilität kurz HFV **) synchronisiert die zwei Äste des ANS. Das bedeutet einen optimalen Ablauf und dadurch weniger "Verschleiß" für Nervensystem und die inneren Organe. Die neuralen Botschaften des Herz-Gehirns wirken sich insbesondere auf die Funktionen unseres Gehirns aus. In einem kohärenten Herz-Zustand können wir besser denken, unsere Problemlösungsfähigkeit ist verbessert und unsere Gedanken und Gefühle sind in einer guten Balance.

Die biochemische Kommunikation geht über den Weg der körpereigenen Hormone und Neurotransmitter. Wobei  das Herz selbst Hormone erzeugt, es ist selbst auch eine Drüse. Die erzeugten biochemischen Signalstoffe sind z. B. das Atriopeptin, welches den Blutdruck, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und das Gleichgewicht des Elektrolythaushaltes reguliert. Das Herz produziert außerdem sogar selbst Noradrenalin und Dopamin.

Allen körperlichen und geistigen Prozessen geht eine Veränderung der körpereigenen Gleichspannungsströme vorweg (ULP). Die Ströme wirken je nachdem aktivierend wie auch deaktivierend. Darüber hinaus werden über sie Informationen übertragen.

Das elektromagnetische Feld des Herzens ist das stärkste des Körpers, 5.000 mal stärker als das des Gehirns. Es kann durch entsprechend empfindliche Messeinrichtungen – sogenannten Magnetometern – im Abstand von bis zu 3 Metern außerhalb des Körpers gemessen werden.
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* Subkortikal bezeichnet Hirnregionen und Hirnfunktionen betreffend, die im Sinne der Hierarchie der Instanzen des Zentralnervensystems „unterhalb“ der Großhirnrinde (Cortex cerebri) angesiedelt sind.

** englisch heart rate variability, HRV

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