Dienstag, 24. Januar 2017

Wenn Sie heute die Nachrichten lesen, dann lesen Sie nur noch ...

Kritisch betrachtet!
Neu gewählter US-Präsident
Wenn Sie heute die Nachrichten lesen, dann lesen Sie nur noch von Trump dem "Schrecklichen". Vor einigen Tagen wurde nur über die Bedrohung von Russland und Putin geschrieben und gesprochen. Man wird förmlich überschwemmt mit der einseitigen Informationsflut. Dabei wird man den Verdacht nicht los, dass die Presse gleichgeschaltet ist und dazu auch die Bevölkerung gleichgeschaltet werden soll. Egal wie man von Trump, Putin etc. denkt, es ist mühsam Facebook, Twitter oder die Zeitungen und Zeitschriften wie auch die TV-Nachrichten zu verfolgen. Immer wieder bekommt man das Gleiche suggestiv vorgesetzt. Natürlich gibt es da noch ein Alternativprogramm, die wichtige Frage gehört geklärt "wer wird DschungelkönigIn?" News rund ums Dschungel-Camp runden das Programm dann natürlich ab.

Die öffentliche Beschimpfung (modern ausgedrückt "Bashing") eines Präsidenten -der nicht einmal eine Woche im Amt ist- wird sich erst in ein paar Wochen etwas legen, bzw. sich wieder normalisieren... vielleicht können wir (wer ist dann wir) auch einen Boykott gegen den US-Präsidenten Trump ausrufen 😉? ...

Demokratie, fordert auch Respekt
Es verwundert, und langweilt viel, dass die ganze Welt einen demokratisch gewählten Präsidenten ohne Ende kritisiert. Da hätte man (die US-Bürger und US-Wahlmänner) bei Zeiten anders wählen müssen, oder noch besser, die bis dahin über Jahre regierenden Politiker und Parteien hätten eine volksnähere Politik betreiben müssen. Das was jetzt geschehen ist, nennt man Demokratie und einen demokratisch gewählter Präsidenten sollte man akzeptieren. Dabei ist zu bedenken: Es wird immer eine Große Gruppe von Menschen geben, die mit dem Ausgang einer Wahl unzufrieden sind, so ist das in der Demokratie.

Ehemaliger US-Präsident
Man sollte nun abwarten was wirklich geschieht. Die Vorgänger von Trump auch waren nicht gerade die Friedensengel und perfekten Volksverträter. Der letzte US-Präsident (Friedensnobelpreisträger) hat während seiner gesamten Amtszeit ständig Krieg geführt und hunderttausende Menschen haben auch deswegen ihre Heimat, ihre Wohnungen und / oder ihr Gesundheit und viele sogar ihr Leben verloren. Viele Menschen sind auch deswegen auf der Flucht. Etwas Statistik: Alleine 2016 wurde insgesamt 26'171 Bomben auf 7 Staaten (Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia und Libyen) angeworfen (Quelle siehe unten*), dazu kommen noch eine große Zahl von Drohnenangriffe.
Der letzte US-Präsident war 8 Jahre im Amt. In dieser Zeit wurden geschätzte 100.000 (Hundertausend) Bomben abgeworfen (fast die Hälfte davon wurden allein in den Jahren 2015 und 2016 abgeworfen).

Hintergrund: Knapp ein Jahr nach Beginn seiner Amtszeit, im Dezember 2009, erhielt US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis. Dies wurde mit den Beteuerungen Obamas begründet, die Welt von Atomwaffen zu befreien und im Gedenken an den Kalten Krieg mit Russland ein Abrüstungsabkommen zu treffen. Bilanz am letzten Amtstag Präsident Obamas: Die Atomwaffen sind immer noch da und wurden sogar modernisiert. Dazu kommt ein neuer Kalten Krieg mit Russland. Am Ende seiner Amtszeit wird er wie ein Hollywood Star hochgelobt. 

Es liegt uns fern Stellung zu beziehen! Wir wollen hier NUR aufzeigen, wie heute Stimmung gemacht wird- und wie tief die politische Argumentation wie auch die Pressearbeit (bis hin zur Beschimpfung und Aggression) gesunken ist.
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*Quellen: Die Daten basieren auf OIR-Summanden zwischen dem 10. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2016. Die Schätzung basiert auf Combined Forces Air Component Kommandant 2011-2016 Airpower Statistiken; CJTF-Operation Inherent Resolve Public Affairs Office Auslieferung, 31. Dezember 2016; New America (NA); Long War Journal (LWJ); Das Bureau of Investigative Journalism (TBIJ); Department of Defense Pressemitteilung ;und US Africa Command Pressemitteilung.

Bildquellen: Pixabay