Freitag, 17. März 2017

Mit geringerem Gehirn-Aufwand gelöste Aufgaben, zeigen höhere Intelligenz an.

Ein von uns schon seit Jahren beobachtetes (und auch publiziertes) Phänomen wurde nun auch von anderen Wissenschaftlern festgestellt, hier der Bericht dazu! Siehe dazu am Ende des Beitrags "Durch Hirnpotenzialmessung die persönlichen Reserven ermitteln".

Schweizer Forscher beobachten klare Unterschiede in der Gehirnverarbeitung bei mittelschweren Aufgaben. Dass intelligente Mensch ihr Gehirn weniger anstrengen müssen, als unterdurchschnittlich kluge bzw. begabte Menschen, um eine Aufgabe erfolgreich zu lösen, gilt mittlerweile als gesichert.

Intelligenz zeigt sich auch in der Gehirn-Elektrischen Aktivität
Ein gutes Gehirn strengt sich weniger an!
Jetzt haben Wissenschafter an der ETH Zürich einen ähnlichen Unterschied auch bei intelligenten und sehr intelligenten Personen nachgewiesen. Auch hier konnten die Forscher unterschiedlich starke Gehirnaktivitäten feststellen – allerdings nicht bei allen Schwierigkeitsgraden der Aufgaben.

Hintergrund: Die Experten unter der Leitung von Elsbeth Stern, Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung, maßen bei mehr als 80 Studenten per Hirnstrommessung (EEG) die Hirnaktivitäten, während sie unterschiedlich schwierige Aufgaben lösten. Weder bei den leichten noch bei den sehr schwierigen Aufgaben zeigten sich erkennbare Unterschiede der Hirnaktivität. Dagegen zeigte sich ein messbarer Unterschied bei mittelschweren Aufgaben. Bei dem Test ging es um die Hypothese der "neuronalen Effizienz", wonach eine intelligente Person ihr Gehirn weniger aktivieren müsse als eine weniger intelligente, um eine Aufgabe zu lösen, die beiden gleichermaßen vertraut ist. Dies sei eine anerkannte Tatsache, hieß es. ...

Tests an leicht und stark überdurchschnittlich intelligenten Menschen
Bisher wurden jeweils deutlich verschieden intelligente Menschen getestet. Nun wurde die Hypothese erstmals an Menschen belegt, die alle – in unterschiedlichem Grad – überdurchschnittlich intelligent sind. Für die Auswertung wurden die Teilnehmenden anhand von herkömmlichen IQ-Tests in zwei Gruppen eingeteilt: leicht beziehungsweise stark überdurchschnittlich intelligent.

Die sehr leichten Aufgaben lösten die Teilnehmenden beider Gruppen wie zu erwarten, gut. 
Sie waren für sie sehr leicht. Für die sehr schwierigen wiederum mussten sich alle Probanden anstrengen. Deutlich messbare Unterschiede zeigten sich dagegen bei den mittelschweren Aufgaben, so die Forscher: Zwar hätten alle Probanden sie gleich gut gelöst. Die sehr intelligenten Test-Teilnehmer mussten aber weniger Gehirn-Ressourcen zur Lösung einsetzen. Allerdings sind EEG Hirnmessungen nicht präzise genug, um die Intelligenz eines Menschen festzustellen. Dafür "muss ich einen klassischen Intelligenztest machen", meint die Wissenschafterin. Diese Studie diente der Grundlagenforschung, um zu untersuchen, auf welche Weise sich Intelligenzunterschiede im Gehirn abbilden.
---

IPN-Forschung/Eggetsberger-Net Anmerkung: 
Durch Hirnpotenzialmessung die persönlichen Reserven ermitteln!
Durch Hirnpotenzialmessung die persönlichen Reserven ermitteln
Schon bei unseren ersten Forschungsarbeiten im Zeitraum 1983 bis 1990 erkannten wir bei Testreihen an Spitzensportlern, Managern und Schülern mittels des von uns entwickelten Mess- und Biofeedbacksystems zur Erfassung von Gehirn - Gleichspannungsströmen (die ultra langsamen Potenziale = kurz ULP), dass die Lösung von Problemen und Aufgaben für manche Menschen einfacher ist, da sie weniger Gehirnaufwand dazu benötigen als andere.
Abhängig von der Grundintelligenz wird die elektrische Aktivität des Gehirns in eine stärker  oder schwächer aktiviert um zu einer richtigen und schnellen Lösung zu kommen. Für uns als Mentaltrainer war diese Erkenntnis schon deswegen von großer Bedeutung, da ein Mentaltraining besonders bei den Sportlern, Managern und Schülern am erfolgreichsten war, bei denen gute Leistungen mit weniger Gehirn-Energieaufwand erreichen konnten. Durch die noch bestehenden, nicht benützten Reserven, können weitaus größere Fähigkeiten unter größerem Energieaufwand erschlossen werden, als bei denjenigen die schon sehr hohe Potenziale bei mittelschweren Aufgaben und Problemstellungen zeigten. Die von Anfang an mit weniger Energieaufwand erfolgreichen Personen zeigen durch entsprechendes Training schneller verbesserte Fähigkeiten sowohl im geistigen Bereich wie auch in sportlichen Belangen (z.B. messbare Verkürzung der Reaktionszeit).

Die von uns entwickelten Mess- und Biofeedbackgeräte für Hirnpotentialmessung bieten dabei eine einfache und problemlose Methode die Aktivität und den aktuellen Energieaufwand bei verschiedenen Aufgabenstellungen zu messen, bei gleicher Aufgabenstellung können mehrere Personen oder sogar Gruppen untereinander verglichen werden. Außerdem kann man die möglichen mentalen Reserven von Spitzensportlern, Managern und Mitarbeitern effektiv ermitteln. Sie dazu auch PcE-Scanner iQ und PcE-Trainer.

Quelle: Intelligenz, "Neural efficiency in working memory tasks: The impact of task demand"/
Quelle - Anm.: IPN-Forschung und Eggetsberger-Net.
Bildquellen: © Fotolia, IPN und Eggetsberger-Net
Link: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289615000513