Mittwoch, 31. Mai 2017

Organtransplantation: Organempfängerin, Plötzlich mochte sie Bier, Brathähnchen und grünen Pfeffer

Claire Sylvia
Organtransplantation: Unfassbar sind die Effekte, die manche Organtransplantation auf die Patienten hat. Diese Effekte werden immer wieder von Menschen erlebt und auch berichtet, die ein Organ wie z.B. eine Leber oder das Herz eines Organspenders verpflanzt bekamen.
So auch Claire Sylvia, die 1988 eine Lunge und ein Herz verpflanzt bekam, schrieb in ihrem Buch „A Change of Heart: A Memoir“ (Deutsches Buch: Herzensfremd)*, dass sie nach der Transplantation anfing, Bier, Brathähnchen und grünen Pfeffer zu mögen – obwohl die ehemalige Tänzerin bis dahin Fastfood verabscheut hatte, entwickelte sie auf einmal Appetit auf Chicken Nuggets und auch auf Bier. All das, was ihr vorher nicht schmeckte, aber vom Spender, einem 18-jährigen Jungen, geliebt wurde.

Sie hatte auch einen Traum, in dem sie einen Jungen mit dem Namen Tim L. küsste, wobei sie ihn einatmete. Später erfuhr sie, dass Tim L. der Name ihres Spenders war. Sie fragte sich, ob es daher kam, weil einer der Ärzte den Namen während der Operation erwähnt hatte, wurde aber informiert, dass die Ärzte den Namen des Spenders nicht gekannt hatten und dass es nicht erlaubt wäre den Namen eines Spenders zu nennen. Claire Sylvia glaubt an ein Zellgedächtnis (Körperbewusstsein) und daran, dass Informationen nicht nur im Hirn, sondern möglicherweise auch in Herzen, Lungen, Drüsen und Zellen gespeichert sind. ... 

In einem Artikel, der im Journal of Near-Death Studies (Journal für Nahtod-Erfahrungen) erschienen war, diskutieren Dr. Pearsall von der Universität Hawaii und Dr. Gary Schwartz sowie Dr. Linda Russek von der Universität Arizona über zehn Fälle von Herz- oder Herz-Lungentransplantationen, nach denen die Empfänger von Änderungen ihrer Vorlieben bezüglich „Ernährung, Musik, Kunst, Sex, Erholung und Karriere, sowie über Veränderungen bei der Wahrnehmung von Namen und Sinneseindrücken“ berichten, die vorher Eigenheiten der Spender gewesen waren. Aber sogar die Hautfarbe kann sich scheinbar änder. (Das wollen aber viele Ärzte, Transplantationsmediziner, nicht hören oder schon gar nicht lesen.) 

Bei einem der von Dr. Pearsall aufgeführten Fälle war der Spender ein Afro-Amerikaner, deshalb dachte der Empfänger, sein Spender hatte Rap-Musik gemocht, er kam nicht auf die Idee, dass die Transplantation mit seiner neuen Vorliebe für klassische Musik zu tun haben könnte. Es wurde jedoch festgestellt, dass der Spender ein Geiger war und klassische Musik liebte.

Solche Fälle zeigen eindeutig (wie wenig man es auch glauben möchte) eine Änderungen der Vorlieben von Organempfängern, abhängig von denen des Spenders(!). Laut den Schlussfolgerungen von Dr. Pearsall, Dr. Schwartz und Dr. Russek können diese Beispiele nicht rein zufällig passiert sein. Ihre Hypothese ist, dass die Vorlieben der Spender in den Zellen der verpflanzten Organe gespeichert sind. Anm.: Diese Annahme wird auch dadurch bekräftigt, dass es Menschen gibt, die sehr wenig Gehirn bis fast kein Gehirn bzw. Frontalhirn besitzen, sich aber doch relativ normal benehmen und auch denken können. Das widerspricht aber der heutigen wissenschaftlichen These, dass das Gehirn das Bewusstsein entwickelt bzw. das Bewusstsein, den Geist der Menschen beherbergt - siehe dazu "Wie viel Gehirn braucht der Mensch".

Die These der Mediziner Pearsall, Schwartz und Russek ist wie folgt: Die einfachen Erinnerung an Vorlieben könnte theoretisch im Nervengeflecht des Herzens bzw. in den Zellen des Spenders gespeichert sein und könnte nach der Verpflanzung des Herzens entsprechend "Erinnerungen und Emotionen" wie auch Wünsche und Bedürfnisse beim Empfänger des Organs auslösen. Die Forscher weisen aber auch ausdrücklich darauf hin, dass es auch Organempfänger gibt, die die Idee, sie würden nach der Operation die Eigenschafen und Vorlieben ihres Spenders übernehmen, zurückwiesen, weshalb die Anzahl von Empfängern unterrepräsentiert sein könnte, die einen Wandel zu einer Persönlichkeit, ähnlich der des Spenders, beschrieben. Doch auch wenn die Übertragung nicht die Mehrheit alle Organempfänger betrifft, so muss man die auftretenden Fälle doch akzeptieren.
Quellen: Claire Sylvia, Journal of Near-Death StudiesDr. Pearsall, Dr. Gary Schwartz sowie Dr. Linda Russek
Quelle Anm.:
Eggetsberger-Info
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