Donnerstag, 4. Mai 2017

Versteckte Zusatzstoffe: Isotonische Getränke

Sie sollen vor allem Sportlern neue Energie liefern, fügen dem Körper aber eher Schaden zu: Isotonische Getränke. Was macht den Durstlöscher so gefährlich?
Isotonische Getränke können sehr schädlich sein!
Phosphate kommen in Lebensmitteln natürlich vor – so zum Beispiel in Fleisch, Getreide oder Nüssen. In dieser Form werden sie zu rund 60 Prozent ins Blut aufgenommen – für gesunde Menschen eine Absorbtionsrate, die der Körper in den meisten Fällen zu bewältigen weiß. Anders ist das allerdings bei industriell genutzten Phosphaten. Diese werden vielen Lebensmitteln zugesetzt und gehen zu 100 Prozent ins Blut über. Dadurch überfordern sie die Entgiftungsmechanismen des Körpers. Und das kann schnell krank machen und die Niere schädigen. Dazu kommt, dass auch die Knochen unter den Phosphaten leiden.
Daher sollten besonders Mädchen während des Wachstums auf Isotonische Getränke und Cola und phosphathatige Lebensmitteln* verzichten, sonst kann es frühzeitig zu Osteoporose (Knochenschwund) kommen.

Phosphate verändern die Gefäßinnenwände. Folgen: Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem beschleunigen sie die Alterung von Haut und Muskeln und machen Knochen brüchig. Die tägliche Phosphat-Aufnahme sollte 70 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten. Beispiel: 0,5 Liter Cola entsprechen rund 50 Prozent der maximal zulässigen Tagesdosis.

* Phosphate werden Lebensmitteln zugesetzt, um beispielsweise Fleisch zu konservieren, Milchprodukte zu verdicken, das Verklumpen von Babybrei zu verhindern oder die Farbe von Erfrischungsgetränken zu erhalten. Sie sind kennzeichnungspflichtig – und doch schwer zu erkennen. Der Grund: Sie tarnen sich mit E-Nummern (z.B. E 340, E 450 oder E 1410). Problematisch für den Verbraucher ist außerdem, dass niemand sagen kann, wie viel Phosphat ein Lebensmittel enthält. „Phosphathaltige Zusatzstoffe sind zwar kennzeichnungspflichtig, Mengenangaben sind jedoch nicht erforderlich“, erklären die Experten von der Kommission für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe und Verarbeitungshilfsstoffe. Tatsache ist aber: Für nierenkranke Menschen kann der Verzehr von phosphathaltigen Lebensmitteln schnell gefährlich werden. (Quelle: Kommission für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe und Verarbeitungshilfsstoffe)Quelle: WDW, Kommission für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe und Verarbeitungshilfsstoffe, u.a.
Bildquelle - Symbolbild: pixabay