Samstag, 3. Juni 2017

Warum können sich manche Menschen besser an ihre Träume erinnern?

Während manche Menschen ihre Träume in blühenden Farben schildern können, haben andere das Gefühl, ihr Schlaf sei ereignislos, traumlos. Zwar ist erwiesen, dass jeder Mensch in bestimmten Phasen des Schlafs (jede Nacht!) träumt. Doch nicht alle können sich an ihre Träume erinnern. Die Französischen Forscher um Perrine Ruby vom Neurowissenschaftlichen Forschungszentrum in Lyon haben nun herausgefunden, warum das so ist.

Nur wer öfter in der Nacht kurz aufwacht, erinnert sich!
Zuvor hatten Ruby und ihre Kollegen gezeigt, dass Menschen, die sich an ihre Träume gut erinnern, im Laufe des Schlafes doppelt so oft für ganz kurz Zeiträume aufwachen wie schlechte Traum-Erinnerer. Zudem reagieren sie stärker auf auditive Reize, wie knacksen etc. die sie vermutlich aufwecken. In den Schlaf-Unterbrechungen prägen sich dann die Erinnerungen an das kurz zuvor Geträumte im Gedächtnis fester ein. Nun haben die Hirnforscher die Hirnaktivität von 41 Probanden im Wach- und Schlafzustand untersucht. Sie nutzten dazu die Positronen-Emissions-Tomografie ein bildgebendes Verfahren, das Schnittbilder von biochemischen und physiologischen Funktionen anfertigen kann. Unter den Testpersonen waren 21 gute Traum-Erinnerer, die sich an 5,2 Tagen im Monat an eine Traumepisode erinnern konnten, und 20 schlechte Traum-Erinnerer, die nur einmal im Monat einen Traum im Gedächtnis behielten.

präfrontaler Cortex 
Bei den guten Traum-Erinnerern waren im Wach- und im Schlafzustand der mediale präfrontale Cortex und der temporoparietale Übergang (kurz TPJ) stark aktiv: Beide Regionen spielen eine Rolle bei der Aufmerksamkeit gegenüber externen Reizen. Im Schlaf sorgen sie offenbar dafür, dass wir stärker auf Außenreize reagieren und dadurch auch wach werden.

Schäden in diesen Hirn-Bereichen führen zudem dazu, dass sich Menschen schlechter an Träume erinnern können. Die Forscher betonen jedoch, dass es tatsächlich auch so sein könnte, dass gute Erinnerer mehr träumen.

Das Erinnern an unsere Träume kann sehr sinnvoll sein: Die Grundmelodie zu einem der berühmtesten Songs der Musikgeschichte kam dem Ex-Beatle Paul McCartney im Traum. Am Morgen schrieb er sie nieder, allerdings zunächst unter dem Titel "Scrambled Eggs". Erst im Zuge der Weiterentwicklung der Melodie in ein Lied verwandelte er "Rühreier" in "Yesterday".
Neben McCartney der mit dieser Traumerinnerung viel Geld verdiente, gibt es noch eine große Anzahl von Träumer die aufgrund ihrer guten Traumerinnerung enorm profitierten, darunter befanden sich auch berühmte Wissenschaftler. ...

Was sollte man zum temporoparietalen Übergang noch wissen
Der temporoparietale Übergangsregion (TPJ) ist ein wichtiger Teil des sogenannten "Mental-Netzwerks".

Schon länger vermutete man, dass dieses Hirn-Areal auch aktiv wird, wenn wir gute Ideen haben und diese mit anderen Menschen teilen wollen.

Mehr Aktivität im PTJ-Areal - mehr Erfolg 
Die PTJ-Regionen ist auch der Hirnbereich, der die ansteckenden Ideen produziert bzw. daran beteiligt ist und ein gut aktives PTJ-Arealt macht auch den Betreffenden zu einem guten, überzeugenden Verkäufer!