Freitag, 2. Juni 2017

Wie Aluminium schnell gesundheitlichen Schaden anrichten kann ...

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellte in Mahlzeiten, die in Aluminiumschalen erhitzt oder warmgehalten werden hohe Mengen des potentiell gesundheitsschädlichen Stoffes fest. Aluminium geht laut der Experten des Instituts insbesondere auf saure Lebensmittel wie Sauerkraut oder Tomatensoße über.

„Cook and Chill“ oder doch „Cook and Kill“?
Die Wissenschafter widmeten sich in der Studie drei Lebensmitteln: Sauerkrautsaft, passierten Tomaten und Apfelmus. Alle drei Speisen wurden sowohl in ein-, zwei- als auch dreigeteilten Aluminiumschalen mit dem sogenannten Cook-and-Chill-Verfahren zubereitet und danach für zwei Stunden warmgehalten. „Cook and Chill“ kommt vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung zum Einsatz und durchläuft die Schritte Heißabfüllung, Schnellabkühlen, Kühllagern, Wiedererhitzen und Warmhalten bis zum Verzehr. ...

Werte deutlich überschritten
In allen Proben maßen die Forscher überschrittene Freisetzungsgrenzwerte von Aluminium. Ein Erwachsener sollte laut gängigen Empfehlungen pro Woche nicht mehr als 1 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Das gelte vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen. Die unbeschichteten Aluminiumschalen, Alu-Grillschalen und Alu-Folien stellten eine zusätzliche Belastung mit dem Leichtmetall dar, weshalb deren Verwendung vor allem für saure Lebensmittel zu überdenken sei. Die Verantwortlichen möchten dieselbe Untersuchung mit salzigen Nahrungsmitteln wiederholen.

Bei täglichem Verzehr von 200 Gramm säuerlichen Speisen aus unbeschichteten Aluminiumbehältern würde man wöchentlich etwa 0,5 Milligramm pro Körpergewicht mehr aufnehmen, als den empfohlenen Freisetzungsgrenzwerten entspricht. Das muss aber nicht unbedingt zu einer Erkrankung führen. Mit solchen Werten bewegt man sich dennoch im bedenklichen Bereich. Vor allem, weil die Bedeutung von Aluminium für unsere Gesundheit noch nicht restlos aufgeklärt ist. Und das besonders Erschreckende: In vielen Schulen und Kindergärten, in Werks-Kantinen und Seniorenheimen werden die Speisen in Menüschalen aus unbeschichtetem
Aluminium warm gehalten und serviert.

Erst seit etwas mehr als 100 Jahren wird metallisches Aluminium gewonnen und in immer größerem Maßstab erzeugt. Speziell auch als Verpackungsmaterial von Getränken und Lebensmitteln. Damit allerdings liegt Aluminium nun in einer Form vor, die wesentlich leichter zugänglich ist. Es genügt nun nämlich, die Bruchteile von Millimetern dünne Oxidschicht an der Oberfläche der Alu-Verpackungen aufzulösen, und die dreifach positiv geladenen, extrem reaktionsfreudigen Alu-Ionen werden in Massen freigesetzt.

Mit Ausnahme von Pflanzen, die sich evolutionär auf saure Böden - und damit einher gehende höhere Aluminium-Belastung eingestellt haben - gibt es keine Lebewesen, die mit Aluminium umgehen - geschweige denn etwas Sinnvolles anfangen können. Vom kleinsten Bakterium bis zum Menschen gibt es keinen biochemischen Mechanismus, für den Aluminium gebraucht würde.

Negative Auswirkungen

Auf der Negativ-Seite sind hingegen bereits mehr als 200 Abläufe im Organismus bekannt, wo die Anwesenheit von Aluminium definitiv stört. Alu-Ionen verdrängen dabei andere, lebenswichtige Elemente wie Magnesium oder Kalzium und üben ihre toxische Wirkung aus. Sie behindern beispielsweise die Übertragung von Signalen oder die Aufnahme von Energie. Sie schädigen Zellen und können auf vielfältige Weise die Körperfunktionen negativ beeinflussen.  Noch sind nicht einmal alle negativen Auswirkung von Aluminium bekannt, die Forschung geht nur langsam weiter.

Aluminium ist allgegenwärtig.
Dazu kommt die weitere Aluminiumbelastung die wir über die Atemluft (Verunreinigungen durch den Luftverkehr) aufnehmen und die Aluminiumbelastung durch Impfstoffe die uns bei so mancher Impfung verabreicht wird.

Der Mensch sieht sich heute jeden Tag mit Aluminium konfrontiert.
Es steckt in abweichender Konzentration in Wasser, Lebensmitteln, Kosmetika, Kochgeschirr, Alufolien. Das meiste davon wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Doch manches geht bis in unser Gehirn. Verweilt das Leichtmetall im Körper, kann es sich zum Beispiel in den Knochen oder der Lunge anreichern. Das kann unter anderem das Nervensystem oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Aluminium steht immer wieder unter Beschuss, in den letzten Jahren vor allem als Inhaltsstoff in Deodorants. Ganz besonders im Sommer werden gerne Deodorants mit Aluminiumzusatz gegen Schweißbildung angewendet. Dabei kann das Aluminium über die Haut unter den Achseln aufgenommen werden. In letzter Zeit wird hier von einigen Wissenschaftler gewarnt, die die Aluminiumhaltigen Deos auch verdächtigen, an der Auslösung von Brustkrebs zumindest mitbeteiligt zu sein. Also besser Hände weg von aluminiumhaltigen Produkten, Vorsicht ist hier besser als späte Nachsicht, es geht auch ohne (versuchen Sie zum Beispiel ein Naturdeo).
---
BfR-Forschung: Nachweis des Übergangs von Aluminium aus Menüschalen in Lebensmittel

Direktlink zum Testergebnis
Bildquellen: Fotolia