Mittwoch, 16. Mai 2018

Der Orgasmus entsteht in der rechten Gehirnhälfte

Ungarische Neurologen haben den Ort im Gehirn entdeckt, an dem der Orgasmus ausgelöst wird. Auf die Spur des sexuellen Kontrollzentrums brachte die Forscher eine Epilepsie-Patientin.

Der Auslöser für den Orgasmus liegt rechts
Welche Prozesse beim Orgasmus im Gehirn ablaufen, ist bislang nicht vollständig erforscht. Die Ungarischen Wissenschaftler sind nun auf diesem Gebiet einen Schritt weitergekommen: Ihre Forschungen zeigen, dass ein intensives Lusterlebnis auf ein Gebiet in der rechten Hirnhälfte zurückführen ist. Das Forscherteam um Dr. Jozsef Janszky stellte ihre Forschungsergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Neurology" vor. Janszky und seine Kollegen vom Nationalen Institut für Psychiatrie und Neurologie in Budapest berufen sich auf den merkwürdigen Fall einer Epilepsie-Patientin. Die 31-jährige Frau hatte ihren Ärzten von orgasmusähnlichen Gefühlen berichtet, die kurz vor ihren Anfällen auftraten. Durch eine intensive Recherche konnten die Mediziner in der medizinischen Fachliteratur weitere 22 Berichte über die so genannte orgasmische Aura entdecken.
In einigen Fällen existierten Aufzeichnungen über die Gehirnaktivität der Patienten, die Hinweise auf den Ursprung des seltsamen Phänomens gaben. Der Auslöser der Lustgefühle scheint sich, so die ungarischen Wissenschaftler, in der rechten Hirnhälfte zu befinden, vermutlich in einem mandelförmigen Areal mit dem Namen Amygdala (im Bereich der Schläfenlappen)
Dieser Teil des so genannten limbischen Systems ist an der Steuerung emotionaler Reaktionen beteiligt. 
Die Forscher um Dr. Janszky nehmen an, dass die orgasmische Aura bei Epileptikern und der normale Orgasmus von derselben Region gesteuert werden. Weitere Studien der chemischen Prozesse in diesem Gebiet könnten helfen, die Entstehung des Lustgefühls besser zu verstehen. Die Interpretation des Teams stimmt mit früheren Hirnmessungen überein: Diese hatten ergeben, dass bei starken Lusterlebnissen vor allem die rechte Hirnhälfte aktiv ist. 

Durch unsere Messungen der Hirnströme mittels Gleichspannungspotenzialmessung (Ultra langsame Potenziale siehe BILD RECHTS) konnten wir diesen Effekt ebenso schon vor Jahren feststellen. Vor allem unter Beibeziehung eines speziellen Pc-Muskel Trainings (PcE-Training) konnten wir zeigen, dass dadurch nicht nur die Gesamtaufladung des Gehirns, sondern vor allem auch Hirnbereiche der sogenannten Belohnungszentren und die Schläfenlappen stärker durchblutet und stärker elektrisch aufgeladen werden. Die Orgasmusmessungen für unsere Sachbücher "Power für Paare" und "Was sie über Sex wissen sollten" zeigten die gleichen grundlegenden Effekte denen auch die ungarischen Wissenschaftler auf der Spur sind.
Quelle: Dr. Janszky, Nationalen Institut für Psychiatrie und Neurologie in Budapest und IPN-Forschung/Eggetsberger-Net

Anmerkung: Siehe dazu auch das Youtube Video