Samstag, 5. Mai 2018

Weniger Schlaf hilft gegen Depressionen!

TIPP: Weniger Schlaf hilft!
Normalerweise bewirkt viel Bettruhe bei einigen Krankheiten wahre Wunder, aber bei Depressionen hilft ein ausgedehnter Schlaf NICHT! Zu viel Schlaf bewirkt bei Depressionen sogar das Gegenteil.

Depressive Menschen fühlen sich oft müde und kraftlos. 
Doch viel Schlaf hilft ihnen nach neuesten Forschungen des Psychiaters Prof. Dr. Ulrich Hegerl nicht. In Therapien konnte ein kontrollierter Schlafentzug die Stimmung der Patienten sogar kurzfristig stark verbessern, sagte der Direktor der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Leipzig (Deutschland) bei einem Fachkongress in München.

Ein kontrollierter Schlafentzug kann den gestörten Nachtschlaf bei depressiven Patienten unterbrechen. Im Schlaflabor werden die Betroffenen dazu nach wenigen Stunden geweckt und bis zum nächsten Abend wach gehalten. Damit unterbrechen die Forscher den gestörten Nachtschlaf der Depressiven und verhindern, dass sie beispielsweise stundenlang wach liegen. Am nächsten Tag fühlten sie sich deshalb deutlich besser.

Ein Ziel der Forschung sei es nun, den positiven Effekt des "Schlafentzugs" dauerhaft zu erhalten, sagte Schlafforscher Axel Steiger vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.

Schlafstörungen sind ein häufiges Symptom bei Depressiven, sagte Steiger. 
Auch das Fehlen von Emotionen kann laut Psychiater Hegerl auf eine Erkrankung hinweisen.

Einen bestimmten Auslöser wie Stress gibt es ihm zufolge nicht. „Das Leben bietet ununterbrochen Gelegenheiten, depressiv zu werden“, sagte der Experte.
LINK: http://kongress.agnp.de/
Quelle: Prof. Dr. Ulrich Hegerl
Bildquelle-Symbolbild: pixabay/bearbeitet
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Depressionen zählen zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Die Störung verläuft dabei in der Regel in mehr oder weniger ausgeprägten Schüben. Betroffene müssen im Schnitt mit vier depressiven Phasen im Leben rechnen, die sowohl schleichend als auch ganz plötzlich beginnen können.