Donnerstag, 6. Dezember 2018

Brieftauben meiden Elektrosmog

Elektrosmog und mögliche Probleme, Tiere sind feinfühlig!
Brieftauben gehen Elektrosmog aus dem Weg. Zu diesem Schluss kam eine Studie der deutschen Vogelwarte Sempach. Über einen möglichen Einfluss elektromagnetischer Wellen auf die Gesundheit der Vögel sagt diese Erkenntnis aber noch nichts aus.

Brieftauben reagieren auf Radiowellen, denen sie ausweichen!
Hintergrund: Wie die Vogelwarte mitteilte, wurden die Tauben bei Schwarzenburg in der Nähe des Kurzwellensenders eingewöhnt. Dann ließen die Forscher die Vögel nach Hause fliegen, und zwar unter Einfluss von Radiowellen wie auch zu sendefreien Zeiten.

War die Sendeanlage in Betrieb, haben die Tauben für die Heimkehr länger gebraucht als bei ausgeschalteter Anlage, schreibt die Vogelwarte. Zudem seien Tauben unter Kurzwellen-Einfluss deutlich tiefer geflogen. Brieftauben reagierten somit auf Radiowellen, lautet die Schlussfolgerung der Studie von Professor Bruno Bruderer. Offenbar versuchten die Vögel, im Tiefflug den Radiowellen auszuweichen. Nicht beeinflusst wurde dagegen der Orientierungssinn(!). Die Brieftauben fanden in jedem Fall sicher in ihre Schläge zurück.

Die Studie zeigte zudem, dass junge Täubchen, die neben dem Sender aufgewachsen waren, deutlich weniger auf den Sender reagierten. Möglicherweise hätten sie sich an die Radiowellen gewöhnt, schreibt die Vogelwarte.

Radiosender gehören wie Hochspannungsleitungen und Mobiltelefone zu den zahlreichen Quellen elektromagnetischer Wellen. Sie stehen im Verdacht, Schlafstörungen, Nervosität oder Kopfweh zu verursachen. Der Versuch mit den Tauben zeige, dass Lebewesen auf Kurzwellen reagierten (Anm.: wenn sie sie wahrnehmen können, was der Mensch nicht kann), heißt es weiter.
Tipp: Also Vorsicht bei allen Arten von Elektrosmog ist sicher weiter angebracht!
Quelle: Studie der deutschen Vogelwarte Sempach