Montag, 4. März 2024

Warum wir in fremder Umgebung meist schlecht schlafen



Schlafforscher und Handelsreisende kennen das Phänomen
Die erste Nacht in einem fremden Bett ist alles andere als erholsam. Diese Erfahrung ist durchaus universell. Ein japanisches Sprichwort sagt es aus: "Wenn du das Kopfkissen wechselst, schläfst Du nicht."

Warum schlafen wir in fremden Betten schlecht?
Darauf haben Neurowissenschafter von der Brown University in Providence (im US-Bundesstaat Rode Island) eine wissenschaftliche Antwort gefunden. Wie die Forscher um Yuka Sasaki im Fachjournal "Current Biology" schreiben, bleibt während der Tiefschlafphase ein bestimmtes Netzwerk der linken Gehirnhemisphäre in einer Art Alarmmodus, während sich die rechte Hirnhälfte wie gewohnt ausruht. 

"Wir wissen, dass Meerestiere und manche Vögel einen solchen Ein-Hemisphären-Schlaf haben, bei dem eine Hirnhälfte wach bleibt und die andere schläft" (z.B. Delphine), erläutert die Professorin für Kognitive Linguistik und Psychologie. Zwar würden menschliche Gehirne nicht ebenso asymmetrisch arbeiten wie die von Meerestieren. "Aber womöglich haben unsere Gehirne ein Miniatur-System dessen, was Wale und Delphine haben", sagt Sasaki.

Das sog. Default-Mode-Netzwerk bleibt wach.
Das Forscher-Team analysierte mit Hirnstrommessungen (EEG) und bildgebenden Verfahren den Schlaf von 35 Freiwilligen in der ersten und der achten Nacht im Schlaflabor. 

Das Ergebnis: In der ersten Nacht waren die linken Hirnhälften in der sonst erholsamen, langwelligen Tiefschlafphase leicht anzusprechen. Wie die Gehirnscans zeigten, war von dieser zerebralen Schlaflosigkeit das sogenannte Default-Mode-Netzwerk besonders betroffen. Dieses Netzwerk wird im wachen Zustand beim z.B. auch beim Nichtstun aktiviert, es sorgt dann für ein gewisses "Hintergrundrauschen" und generiert Tagträumereien und Gedankenketten.

Der Schlafforscher Dieter Riemann vom Universitätsklinikum Freiburg findet die Studienergebnisse vielversprechend und hochinteressant. "Die Ergebnisse passen in eine Forschungsrichtung, die man 'local sleep' nennt – in diesem Fall dann allerdings eher 'local wakefulness'. Diese geht davon aus, dass Schlaf eben kein absolut homogener Zustand des gesamten Gehirns ist." Seiner Meinung nach lassen sich daraus generell Strategien zur Behandlung von Schlafstörungen entwickeln. "Wir gehen ja davon aus, dass bei chronischen Insomnien ein permanentes Hyperarousal (Übererregtheit) – letztendlich Ausdruck einer Habacht-Stellung – vorliegt."

Bei chronischen Schlafstörungen könnten Entspannungstechniken, aber auch gezieltes Später-ins-Bett-Gehen helfen. Eigener Polster gegen den "Fluch der ersten Nacht". Um dem Fluch der ersten Nacht zu entgehen oder ihn zumindest zu lindern, empfiehlt Sasaki Reisenden, ihren eigene Kopfpolster mitzunehmen oder stets ähnliche Hotels zu buchen. Möglicherweise seien Vielreisende jedoch auch in der Lage, die nächtliche Habacht-Stellung auszuschalten. "Menschliche Gehirne sind sehr flexibel." An der Brown University versuche man derzeit, den "wachen" Teil des Gehirns mit einer bestimmten Technik auszuschalten und zu testen, ob sich der Schlaf dadurch verbessern lasse.

Quellen: Current Biology: "Night Watch in One Brain Hemisphere during Sleep Associated with the First-Night Effect in Humans." und Dieter Riemann vom Universitätsklinikum Freiburg
Bildquelle: Fotolia
Link: http://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(16)30174-9

Sonntag, 3. März 2024

Melancholische Musik macht traurig.


Auch eine traurige Stimmung kann einen Lustgewinn bringen!
Forschungen zeigen, dass traurige Musik das Gefühl der Melancholie zum Genuss macht.

Macht traurige Musik Menschen traurig? 
Das untersuchten finnische Wissenschaftler und kamen zu dem Ergebnis: Es kommt auf die Musik an, aber vor allem kommt es auf den Menschen an. Die Studienteilnehmer hörten sich zwei Arten trauriger Musik an: Musik, die sie selbst ausgesucht hatten, und eine eher unpersönliche Instrumentalmusik. Den Grad der Traurigkeit maßen die Wissenschaftler anhand des Erinnerungs- und Urteilsvermögens der Teilnehmer. Dass die selbst gewählte melancholische Musik bei allen Teilnehmern ein Gefühl von Traurigkeit auszulösen vermochte, verwundert wenig. Schließlich sei diese Musik häufig mit Erinnerungen verbunden, sagte Jonna Vuoskoski vom Finnish Centre of Excellence in Interdisciplinary Music Research, Universität Jyväskylä, Finnland. Auf die eher abstrakt-traurige Instrumentalmusik reagierten hingegen eher empathische Menschen. Sie sprächen insgesamt stärker auf durch Musik transportierte Gefühle an, so die Wissenschaftler. Empathie erkläre auch, warum Menschen überhaupt unterschiedlich stark auf Musik reagierten.

Die durch melancholische Musikstücke hervorgerufene Traurigkeit sei echt,
stellten die Wissenschaftler fest und wunderten sich. 
Denn die traurigen Teilnehmer genossen ganz offensichtlich ihre Melancholie, obwohl diese Gefühle im Alltag eher als negativ empfunden werden. Dieser Umstand soll Gegenstand weiterer Forschung sein.

Quelle: Jonna Vuoskoski, Finnish Centre of Excellence in Interdisciplinary Music Research, Universität Jyväskylä - Finnland
Fotoquelle: pixabay

Samstag, 2. März 2024

Mit dem Neural Training das Gehirn fit halten


Bewusste und unbewusste Ängste, wie auch Depressionen sind nicht zuletzt das Resultat unserer neuen Zeit. Immer größere Anforderungen, erweiterte Verantwortung, schnellere Lebensabläufe, größere Lernmengen in Schule, Studium und Berufsalltag, ständige Kommunikation mit Freunden, Partnern, Mitarbeitern, Kunden, etc. durch immer neuere und schnelleren Medien und ständige Erreichbarkeit. 

Das sind nur einige Elemente unserer neuen Zeit, die ein völlig anderes Gehirn und Nervensystem erfordern, als eines das noch vor 20 Jahren ausreichend war. Der Prozess der Veränderung und der technischen Entwicklung ist schneller gegangen als die Gehirnentwicklung bzw. Gehirnoptimierung des Menschen. 

Deshalb haben wir das Neural Training erstellt, das nicht nur  zur Erweiterung Ihrer Hirn- und Nervenfähigkeit entwickelt wurde, sondern auch zur Desensibilisierung alter blockierender Muster, die uns im alten Denken und Handeln festhalten. Durch das stufenweise Anpassen an die neuen Frequenzen des Lebens, können Sie Ihr Potenzial auf angenehme Art und Weise erweitern. Diese einfache Trainingsmethode hilft Ihnen dabei, den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden.

Der Prozess hilft auch dabei Distanz zu Burn-out, Überforderung, Angst und Depressionen zu gewinnen. Mit diesem persönlichen Training können Sie gezielten Einfluss auf Ihre Gehirnwellen und Ihre Gehirnaktivität nehmen.


Wie wirken Ton-Frequenzen auf den menschlichen Organismus?
Nachdem sich die Schallfrequenzen ihren Weg durch den äußeren Gehörgang, das Trommelfell, die Gehörknöchelchen-Kette im Mittelohr und durch die Gehörschnecke mit dazugehörendem Labyrinth gebahnt haben, versetzen sie die ca. 25.000 palisadenartig aufgerichteten "Corti-Zellen" in Schwingung.  Die hierbei erzeugte, beträchtliche Energie wird über Nervenbahnen zuerst in unser Stammhirn (Nucleus olivaris superior = Hirnzentrum für räumliches Hören) geleitet und von dort aus in die Zellen der Großhirnrinde geleitet, die sich dann wie ganz kleine, aufladbare "Akkus" verhalten.
Diesen Aufladungsprozess (im Gleichspannungspotenzial sichtbar) kann man genauso wie die gleichzeitig auftretende Frequenzänderung im Gehirn (im EEG sichtbar) messtechnisch erfassen. Die als EEG abgeleitet Hirnwellenaktivitäten werden direkt durch die natürliche Frequenzfolge verändert.

Das Ohr als Energiezentrale
Die Forschungsarbeiten des französischen Hals-, Nasen-, Ohren- Arztes Dr. Alfred A. Tomatis haben das Wissen der Neuzeit über unser Hörorgan erweitert. Eine seiner Erkenntnisse: "Das Ohr ist dazu geschaffen, Gehirn und Körper direkt mit Energie zu versorgen." Unser Gehirn kann über Tonfrequenzen also (messbar) mit mehr Energie, mehr Power versorgt werden.“ Laut der Forschungen von Dr. Tomatis ist das Gehör mit bis zu 90% der Energiezufuhr an das Gehirn beteiligt. Das bedeutet, dass wir über unser Hören dem Gehirn neben Informationen auch ständig in großen Mengen Energie zuführen. Das ist eine Energieart die dem Gehirn sofort und ohne Umwege zur Verfügung steht. Dieses neue Wissen über die akustische Energiezufuhr ist auch ein wichtiger Ansatz für die Depressionsforschung und für Menschen die sich von ständigen Müdigkeitsgefühlen und Unteraktivierung negativ beeinflusst fühlen.

DIREKTLINKLesen Sie mehr über die Frequenz-Methode
DIREKTLINK Neural Training Lesen Sie mehr über das Gehirntraining


Quelle: Eggetsberger-Forschung
Bildquelle: Fotolia


Freitag, 1. März 2024

Das tägliche Gift für die Knochen


Vor allem Mädchen mit hohem Softdrink-Konsum neigen zu Knochenbrüchen.
Mädchen, die besonders viele kohlensäurehältige Softdrinks konsumieren, neigen  Studien zufolge zu mehr Knochenbrüchen. Sie seien dreimal mehr gefährdet als Altersgenossinnen, die mit Wasser, reinen Fruchtsäften oder Milch ihren Durst stillten. Besonders viele Knochenbrüche stellten die Forscher bei Teenagern fest, die viel Sport trieben und gleichzeitig viel Cola oder andere kohlensäurehaltige Getränke konsumierten. 

Wie erhöht das Trinken von Softdrinks das Osteoporose-Risiko?
Die Phosphorsäure, die in Softdrinks und industriell produzierten Fertigprodukten verwendet wird, um den Geschmack zu verstärken, stört die Kalziumabsorption und führt zum Verlust von Knochenkalzium. Knochen sind lebendes Gewebe, das ständig abgebaut und von Ihrem Körper ersetzt wird. Osteoporose tritt auf, wenn die Bildung neuer Knochen mit dem Verlust alter Knochen nicht Schritt halten kann. Das hat im Wachstum wegen des schnelleren Knochenbufbaus besonders goße Folgen.

Phosphat - Gift für die Knochen
Die für die heutige Zeit typisch gewordene Ernährung ist schädlich für unsere Knochen. Praktisch in allen industriell aufbereiteten Lebensmitteln wie Fertiggerichte, Wurst etc. ist Phosphor bzw. Phosphorsalz enthalten. Besonders phosphorhaltig sind Cola und viele süße Limonaden.

Phosphat- und Kalziumstoffwechsel sind im menschlichen Körper eng miteinander verbunden. Da der Körper eine feine Balance zwischen Phosphor und Kalzium im Blut braucht, entzieht er bei Phosphorüberschuss den Knochen sofort Kalzium um die Balance sofort wieder herzustellen. Wer gerade in der Jugend - in der Aufbauphase der Knochen - viel Cola oder ähnliche Getränke trinkt, kann damit die für den Knochenaufbau nötige Kalziumaufnahme schädigen. Die Knochen werden brüchig - die Osteoporose ist da. 

Aber auch bei älteren Personen, die schon an Osteoporose leiden, würde eine drastische Einschränkung der phosphorsäurehaltigen Getränke bzw. der phosphorhaltigen Lebensmittel eine Verbesserung ihres Zustandes mit sich bringen. Kinder, Jugendliche und auch ältere Personen die zu häufigen Knochenbrüchen neigen sollten in erster Linie auf eine phosphorarme Ernährung achten.

Auch zuviel Koffein ist für die Knochen schlecht, weil es Kalzium aus dem Körper ausschwemmt. Menschen mit Knochenproblemen sollten also solche Stoffe und weitgehend meiden bzw. diese einschränken. Nehmen Sie keine Kalziumtabletten (außer sie wurden Ihnen vom Arzt verordnet) Kalziumtabletten richten oft mehr Schaden als Nutzen an, denn sie verändern die feine ausgewogene Balance zwischen Kalzium und Phosphor.

Quelle: Trinken von Softdrinks senkt die Knochendichte 
Bildquelle: pixabay

Donnerstag, 29. Februar 2024

Der Glaube macht sogar starke Medikamente wirkungslos


Unsere Erwartungshaltung bestimmt, wie gut Arzneien wirken.
Der Glaube an Erfolg oder Misserfolg einer Therapie, beeinflusst deren Ausgang noch stärker als bislang angenommen. Er kann selbst die Wirkung starker Medikamente vollkommen zunichtemachen.

Das haben deutsche Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden, in der sie Freiwillige Schmerz aussetzten und anschließend die Wirkung eines Schmerzmittels unter verschiedenen Bedingungen testeten. Ergebnis: Wussten die Probanden, dass ihnen ein schmerzlinderndes Mittel verabreicht wurde, verstärkte sich die Wirkung des Medikaments. Waren die Probanden hingegen in dem Glauben, dass sie nach einer Infusion mehr Schmerzen als zuvor verspüren würden, fehlte nicht nur der Verstärkungseffekt, das Schmerzmittel verlor sogar gänzlich seine Wirkung. Dieser Effekt spiegelte sich auch in der Gehirnaktivität der Probanden wider. Die Forscher fordern jetzt, dass Patienten intensiver über ihre Erkrankung und die Therapie aufgeklärt werden sollten, um den therapeutischen Erfolg zu verbessern.

Das Team um Ulrike Bingel setzte 22 Freiwillige zwischen 21 und 40 Jahren mehrfach für einige Sekunden einem kontrollierten Hitzereiz aus. Dieser verursachte bei den einzelnen Probanden einen mittleren bis starken Schmerz. Dann bekamen die Teilnehmer per Infusion Remifentanil, ein sehr starkes opioidhaltiges Schmerzmittel. In einem ersten Versuch wussten sie nicht, dass ihnen ein schmerzlinderndes Medikament verabreicht wurde und rechneten demnach nicht mit einem Nachlassen des Schmerzes. Im zweiten Test teilten die Forscher den Probanden dann mit, dass sie ein Schmerzmittel bekamen. Und in einem dritten Experiment wurden sie in dem Glauben gelassen, kein Medikament zu erhalten, obwohl ihnen das schmerzlindernde Mittel verabreicht wurde. Einigen sagten die Wissenschaftler sogar, dass sich durch die Infusion die Schmerzen verstärken könnten.

Wussten die Probanden nichts von dem Schmerzmittel, tat dieses seine Arbeit - der Schmerz ging deutlich zurück. Noch stärker war dieser Effekt, wenn sie sich darüber im Klaren waren, dass ihnen ein Schmerzmittel eingeflößt wurde: Das Wissen um die Verabreichung reichte aus, um den schmerzlindernden Effekt zu verdoppeln - obwohl die Medikamentendosis die gleiche war. 

Ganz anders verhielt es sich dagegen, als die Forscher den Patienten sagten, sie bekämen kein Medikament mehr und der Schmerz könne womöglich zunehmen: Obwohl ihnen ohne ihr Wissen weiter das Analgetikum verabreicht wurde, stieg die Schmerzintensität wieder bis zum ursprünglichen Wert an. "Die negative Erwartung (sog. NOCEBO-Effekt) und die Angst vor dem Schmerz haben den Effekt des Medikaments vollständig zerstört", erklärt Studienleiterin Bingel. "Der Schmerz war bei den Probanden genauso stark, als hätten sie überhaupt kein Medikament bekommen."

Parallel dazu verfolgten die Forscher die Schmerzverarbeitung im Gehirn der Freiwilligen mit Hilfe von funktioneller Magnetresonanztomografie. "Dabei zeigten die Schaltstellen des schmerzverarbeitenden Systems, dass die persönliche Erwartung den Effekt des Medikaments wirklich - auch physikalisch- beeinflusst", sagt die Wissenschaftlerin. Glaubte der Proband an die Wirkung der Behandlung (PLACEBO-Effekt), wurde das körpereigene schmerzhemmende System aktiviert und verstärkte so die schmerzlindernde Wirkung des Medikaments.

Quelle: Ulrike Bingel (Universitätsklinikum, Hamburg-Eppendorf) et al: Science Translational Medicine, doi: 10.1126/scitranslmed.3001244;
LINK: http://stm.sciencemag.org/content/3/70/70ra14
Fotoquelle: fotolia


Mittwoch, 28. Februar 2024

Was uns der Körper verraten kann


Schon ein paar Striche genügen, dass wir Emotionen lesen können
Die Sprache unseres Körpers entscheidet mehr darüber ob jemand für uns glaubwürdig ist, als die gesprochenen Worte. Zu 95% entscheiden Aussehen, Auftreten, Haltung und Mimik darüber, ob uns jemand sypathisch ist und ob wir ihm Glauben schenken, oder nicht. Nur zu etwa 5% entscheiden die gesagten Worte.

Warum ist das so?
In unserem Körper wird das somatisiert, was wir denken und wie wir uns fühlen. Ohne unseren Körper wären alle Gedanken leere Worte, ohne jedes Gefühl. Damit wir fühlen können was wir denken, benötigen wir unseren Körper mit den entsprechenden Botenstoffen und Hormonen. Unser Körper verrät unsere Gefühle und wer wir sind. Unser Körper ist niemals stumm und auch wenn wir die gesprochenen Worte eines Menschen nicht hören oder verstehen, wissen wir unbewusst was er fühlt. 
Die nonverbalen Botschaften durch unsere Körpersprache sind oft unbewusst, aber trotzdem wahrnehmbar. Wenn die gesprochenen Worte mit der Sprache des Körpers nicht übereinstimmen, dann nehmen wir ein unbestimmtes Gefühl des Unbehagens wahr. 

Woran erkennt man Lügen?
Menschen die lügen stehen unter Stress. Sie werden entweder nervös, oder versuchen ihre Nervostität zu überspielen in dem sie eine extrem starre Körperhaltung und Mimik einnehmen. Unter Stress wird der Mund trockener und Lügner zeigen häufig Zeichen von vermehrtem Schlucken. Auch die Stimme verändert sich unter Stress, jeder hat wahrscheinlich die schrille Stimmlage bei einem Angstschrei im Kopf, eine ähnliche Reaktion zeigt sich auch beim Lügen, nämlich dass die Stimme schriller und die Stimmlage höher wird. Auch die Gesichtsmuskeln und die Augen werden beim Lügen starrer (Poker Face).  Jemand der mit hängenden, oder hinter dem Rücken verschränkten Armen erklärt dass er sich sich sicher fühlt, der lügt.  
Das Deuten von Körpersprache ist ein sehr komplexes Thema, aber man kann sich besonders bei der Körpersprache auf sein Gefühl verlassen, vorausgesetzt dass man in der jeweiligen Situation nicht selber von emotionalem Stress blockiert wird. Wer ruhig und locker bleibt, kann sich im Wesentlichen auf sein Gefühl verlassen.

Die Biofeedback-Messung zeigt es
Lügen, aber auch unsere Überzeugungen und Glaubenssätze werden nicht nur unseren Gesprächspartnern erzählt, man erzählt sie auch immer sich selbst. Daraus ergibt sich über die Jahre hindurch, unsere Körperhaltung und unsere daraus resultierenden Muskelverspannungen und Schmerzen. 

Der ständige Druck und Anspannung, eine bestimmte Rolle zu spielen, hinterläßt seine Spuren in unserer Gesundheit. Dies zeigen Biofeedbackmessungen mehr als deutlich. Ob Kopfschmerzen, Schmerzen in den Schultern, im Nacken oder im Rücken, Stress und Ängste hinterlassen Spuren in unserem Körper. 


Auch wenn wir die ersten unangenehmen Warnsignale des Körpers negieren, Stress nagt trotzdem unaufhaltsam an unserer Gesundheit und an unseren Muskeln. Denn psychische Anspannung erhöht auch die Anspannung der Muskeln und wenn wir nicht rechtzeitig sinnvolle Maßnahmen gegen Stress und Muskelverspannung setzen, sind Rückenschmerzen vorprogrammiert. Durch dauerhafte Anspannung/Verspannung kommt es im Körper zu entzündlichen Prozessen. Diese verhärteten unsere Muskeln, reizen die Nerven und es kommt zu  Entzündungen, die sich durch Schwellung und Schmerzen bemerkbar machen können.

Anfrage zu einer persönlichen Biofeedbackmessung



Bildquellen: fotolia/pixabay/Eggetsberger.Net

Dienstag, 27. Februar 2024

Existieren wir auch außerhalb des Körpers?


Künstlich erzeugte, außerkörperliche Erlebnisse.
Ein verrücktes Erlebnis - so die Meinung der Versuchsteilnehmer

Zwei voneinander unabhängige Forscherteams haben dieses Gefühl nun bei gesunden Menschen künstlich erzeugt. Bisher berichteten Patienten mit neurologischen Krankheiten davon. Oder Menschen, die für kurze Zeit klinisch tot waren. Es sind Berichte von sogenannten Nahtod-Erlebnissen, die von außerkörperlichen Erfahrungen sprechen. Die Personen blickten dabei von außerhalb (oft auch von oben) auf ihren eigenen Körper. Solche Erfahrungen, "out-of-body experience" (OBE) genannt, erleben gemäß Fachleuten rund zehn Prozent(!) der Bevölkerung wenigstens einmal im Leben.

Die Versuchspersonen fühlten sich von ihrem eigenen Körper getrennt.

Ein außergewöhnliches, beeindruckendes, verrücktes, komisches, irritierendes Erlebnis. Zum ersten Mal berichten nun auch gesunde Personen von diesem außergewöhnlichen Erlebnis der Außerkörperlichkeit – und es ist einfach beeindruckend. "Verrückt", "komisch", oder "irritierend" sei diese Erfahrung gewesen. Die Außerkörperliche-Erfahrung (AKE) die auch als "out-of-body-Gefühl" bekannt ist, wurde den Testpersonen von Forschergruppen an der Universität Lausanne und in London durch bestimmte Verfahren vermittelt. Die Wissenschaftler forschten dabei unabhängig voneinander und veröffentlichten ihre Berichte im Wissenschaftsmagazin Science.

Videokameras und 3D-Brille.

Neurowissenschafter H. Ehrsson während eines Experiments

Die Perspektive verschieben. Aus der Perspektive einer anderen Person beobachten.
Der schwedische Psychologe Henrik Ehrsson, der am University College in London und dem Stockholmer Karolinska-Institut forscht, filmte bei seinen Versuchen seine Versuchspersonen von einem Punkt rund zwei Meter hinter ihrem Rücken. Die Bilder wurden in Echtzeit auf die Videobrillen übertragen, die die Testpersonen trugen. Die Probanden hatten dabei den Eindruck, sie betrachteten ihren eigenen Körper von hinten.

Um diesen Eindruck zu bestätigen, nahm Ehrsson zwei Plastikstifte zur Hilfe. Mit einem Stift berührte er die Brust des Test-Teilnehmers, mit dem anderen zeitgleich jene Stelle im Raum, an der sich die Brust des virtuellen Körpers befand. Die Probanden glaubten, ihr "ICH" befinde sich außerhalb ihres Körpers. "Sie sahen sich selbst aus der Perspektive einer anderen Person", erklärte Ehrsson.

Video: Illusion of out-of-body experience / Karolinskainstitutet

In einem anderen Versuch griff Ehrsson zu härteren Methoden - die Hammer-Methode.
Er schlug mit einem Hammer auf die virtuellen Körper der Testpersonen. Die Probanden reagierten mit Angst, wie die gleichzeitige Messung des Hautwiderstands am Finger von zwölf Freiwilligen zeigte. Ehrsson folgert aus dem Experiment, dass es für die Selbstwahrnehmung besonders wichtig sei, was die Augen sehen. Das Gehirn gibt demnach optischen Sinneseindrücken mehr Gewicht als etwa Tastreizen oder akustischen Signalen.

Die Gummihand-Methode
Das Team um Bigna Lenggenhager und Olaf Blanke von den Universitäten Lausanne und Genf erforschten ebenfalls mit Videokamera und 3D-Brille das außerkörperliche Gefühl. Bei ihren Tests nahmen sie allerdings eine Gummihand zu Hilfe. Die künstliche Hand wurde den Probanden auf ihre 3D-Brille übertragen, die eigene Hand war für sie unsichtbar. Wurden dann die echte und die falsche Hand gleichzeitig wiederholt berührt, hatten die Testpersonen den Eindruck, die künstliche Hand gehöre zu ihrem Körper. Bei einem solchen "multisensorischen Konflikt" dominiere (wie auch das andere Forscherteam feststellen konnte) der visuelle Eindruck, kommentierten die Forscher das Testergebnis.

Die Versuche könnten einen neuen Ansatz zur Erforschung außerkörperlicher Erfahrungen liefern, die bisher oft als Produkt der Einbildung abgetan werden, schreiben die Forscher im Fachjournal Science. Die neurobiologischen Grundlagen der außerkörperlichen Erfahrung verstehen Forscher bisher kaum. Mit ihrem Versuch hätten sie ein Werkzeug geschaffen, um das Phänomen besser zu erforschen, sagte der an einer Studie beteiligte Mainzer Philosoph Thomas Metzinger.

Bewusstsein kann sich scheinbar im Raum bewegen.
Die Forscher wollen nun untersuchen, was im Gehirn von Menschen mit einer technisch veränderten Selbstwahrnehmung vor sich geht. Sie erhoffen sich auch Aufschlüsse darüber, wie sich das Gehirn ein Konzept vom eigenen Ich konstruiert. Die Sinneswahrnehmungen bilden vielleicht eine einfache Art des Selbst-Bewusstseins, vermuten die Forscher.

Quellen: Fachjournal Science; University College in London, Stockholmer Karolinska-Institut; Universitäten Lausanne,
Bildquellen:
 Henrik Ehrsson, Henrik Ehrsson während eines Experiments zur Erforschung von ausserkörperlichen Wahrnehmungen und pixabay

Montag, 26. Februar 2024

Unfruchtbarkeit durch Elektrosmog


Elektrosmog - ein unsichtbares Problem!
Bei der Nutzung der Elektrizität entstehen zwangsläufig elektrische und magnetische Wechselfelder.
Bei der allgegenwärtigen Funktechnik (Mobiltelephonie, W-Lan, Schnurlostelefon, Nachrichtentechnik, Radar, usw.) dienen elektromagnetische Wellen als Übertragungsmedium. Die Auswirkungen von Elektrosmog auf den menschlichen Organismus waren und sind Gegenstand vieler internationaler Untersuchungen. In den letzten Jahren rückt immer mehr die Untersuchung der ursächlichen Auswirkung auf Zellebene in den Vordergrund. 

Forschungsergebnisse belegen Einflüsse auf den menschlichen Hormonhaushalt, das Immunsystem und den Biorythmus. Wahrgenommen werden diese Beeinträchtigungen von betroffenen Personen als verringerte Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Unruhezustände, häufiges Kopfweh, Konzentrationsstörungen, Tinnitus, Allergien, Depressionen u.v.m.. Auch die sinkende Spermienqualität macht der Medizin seit vielen Jahren Sorgen. Im Verdacht dafür stehen 
Umwelteinflüsse wie Kunststoffe und Pestizide aber auch Stress. 

Eine neue Metastudie zeigt, dass durch die Nutzung von Smartphones die Spermienqualität verschlechtert wird. Die Analyse zeigt einen deutlich erkennbaren Zusammenhang zwischen der Spermienqualität und der Nutzung von Mobilfunk. 

Viele Menschen haben Respekt vor elektromagnetischer Strahlung.
Doch nur wenige achten auf den wichtigen Schlafbereich. Viele sind gerade im Schlafzimmer vielfach höheren Belastungen ausgesetzt. Nachttischlampen, Schnurlostelefone, Radiowecker, TV, Computermonitore, elektrische Geräte in Nebenräumen  (W-Lan etc.) und die in den Wänden bzw. hinter dem Bett verlegte Elektroinstallation sind in vielen Fällen Ursache einer sehr hohen nächtlichen Belastung. Ein oder mehrere Mobilfunkmasten in der näheren Umgebung müssen nicht, können aber eine sehr hohe Belastung in der eigenen Wohnung bedeuten. Diese Belastungen stören unter anderem die Hormonproduktion der Zirbeldrüse (Epiphyse)


Mental Liberty Stick
14 Frequenzen, die Sie unabhängig machen von äußeren Einflüssen. Beeinflussungen von außen finden in unserem Leben ständig statt. Diese Beeinflussungen können individuell auf einzelne Personen und global stattfinden. Dazu gehören Smartphone, Radio, Fernsehen, Computer etc., aber auch im einfachsten Fall die Atmosphäre der Erde, die bestimmte elektromagnetische Frequenzen überträgt. Unterschwellig kann mittels elektromagnetischen Frequenzen, mit Lichtsignalen, über den Fernseher oder Pc, Laptop über subliminale Botschaften in TV und Kino wie auch über unterschwellige Töne manipuliert werden. Solche Töne werden heute auch zu Werbezwecken eingesetzt. 

Ebenso werden Bilder in den Massenmedien so manipuliert, dass sie suggerierend auf uns einwirken können, das ist heute in der Werbung wie auch in der Politik üblich. Stress, Überreiztheit, Müdigkeit oder depressive Verstimmungen und Schlafstörungen sind nicht selten Folgeerscheinungen von einer Dauerbelastung durch E-Smog. Die 14 Files auf dem Mental Liberty Stick sind so abgestimmt, dass Elektrosmog und andere Beeinflussungen von außen abgewehrt werden können und Ihr mentales und körperliches Wohlbefinden wieder hergestellt werden kann. Die unterschiedliche Länge ist auf die optimale Wirkung ausgerechnet.


Fotoquelle: fotolia


Sonntag, 25. Februar 2024

Anstrengender Gedankenstopp


Wer versucht, an nichts zu denken, benötig ebenso viel Energie
wie bei konzentrierter Kopfarbeit.
Zu diesem Ergebnis kommt ein Mathematiker-Team um Daniela Calvetti von der Case Western Reserve University in Cleveland (USA). Die Forscher entwickelten eine Computersimulation, mit der sie den Energieverbrauch erregender und hemmender Nervenzellen im Gehirn untersuchen konnten. Die Ergebnisse eröffnen ihnen zufolge Perspektiven für die Diagnose von Hirnerkrankungen: Den normalen Energieverbrauch des Gehirns besser zu verstehen, kann wichtige Informationen für die Früherkennung von Erkrankungen liefern, bei denen dieser Energieverbrauch verändert ist.

Die Forscher um Calvetti nutzten für ihre Untersuchung ein selbst entwickeltes Software-Paket namens Metabolica, mit dem sich komplexe Stoffwechselprozesse simulieren lassen. Mit Hilfe spezieller mathematischer Gleichungen entwarfen sie ein Modell, mit dem sich die Stoffwechselaktivität des Gehirns vorhersagen lässt. Dieses Modell simuliert die Verbindungen zwischen erregenden und hemmenden Neuronen und den sogenannten Astrozyten. Dies sind sternförmige Gehirnzellen, die die Nervenzellen mit wichtigen chemischen Substanzen versorgen. Erregende Nervenzellen werden benötigt, um Gedanken im Gehirn weiterzugeben.

Gedankenstopp durch hemmende Neuronen möglich
Hemmende Neuronen können jedoch die Weitergabe der Signale zwischen ihnen unterbinden und so Gedanken stoppen. „Die hemmenden Gehirnzellen sind wie ein Priester, der sagt: "Tu das nicht'", erläutert Calvetti.

Botenstoff GABA wird ausgeschüttet
Während die erregenden Neuronen Signale mit Hilfe des Botenstoffs Glutamat übermitteln, schütten die hemmenden Nervenzellen das Signalmolekül GABA aus, das den Effekten von Glutamat entgegenwirkt. Die Astrozyten wiederum sorgen dafür, dass das ausgeschüttete GABA und das Glutamat wieder „eingesammelt“ und recycelt werden. Dabei verbrauchen sie große Mengen an Sauerstoff – und dies führt wiederum zu einem verstärkten Blutfluss und einem erhöhten Energieverbrauch im Gehirn.

Warum wirkliche Entspannung so anstrengend ist
„Insgesamt ist ein überraschend hoher Aufwand für einen Gedankenstopp und um die hemmenden Prozesse aufrechtzuerhalten“ erforderlich, sagt Erkki Somersalo, einer der Koautoren der Studie. Dies könnte auch erklären, warum es häufig so anstrengend ist, sich zu entspannen und an nichts zu denken, erläutert Daniela Calvetti.

Tao-Meister Mantak Chia und G.H.Eggetsberger 

Nicht nur für Meditation und Gedankenstopp-Techniken interessant!
Zwar handelt es sich bei der Untersuchung bisher um reine Grundlagenforschung. Allerdings könnten solche Simulationen langfristig auch praktischen Nutzen haben: Viele Gehirnerkrankungen sind in einem frühen Stadium schwer zu diagnostizieren, sie sind jedoch häufig mit einem veränderten Energieverbrauch des Gehirns verbunden. „Wenn man weiß, welcher Energieverbrauch die "Norm" ist, könnte man solche Erkrankungen in Zukunft eher erkennen“, sagt Calvetti. 

Zum Beispiel könnte der hohe Energieverbrauch, der mit hemmenden Gehirnprozessen einhergeht, bei fortschreitenden Abbauprozessen im Gehirn von Bedeutung sein. Diese spielen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz, Multipler Sklerose oder der Parkinson-Krankheit auch eine Rolle.

Quelle: Daniela Calvetti (Case Western Reserve University, Cleveland/ USA) et al.: Journal of Cerebral Blood Flow & Metabolism, Onlineveröffentlichung, doi:10.1038/jcbfm.2010.107. 

Bildquelle: Eggetsberger.Net
Titelbild: G.H.Eggetsberger Messung eines Shaolin Mönchs bei seiner Gedankenstopp/Konzentration


Samstag, 24. Februar 2024

Das Gehirn eines Optimisten



Das Gehirn notorischer Optimisten blendet Negativ-Informationen aus.
Manche Menschen sind einfach hartnäckige Frohnaturen, deren positiver Blick in die Zukunft sich kaum erschüttern lässt. Was hinter dieser Lebenseinstellung steckt, haben Forscher genauer untersucht. 

Demnach passen Optimisten ihre Erwartung an die Zukunft nur dann an, wenn die Aussichten besser sind als sie dachten - negative Prognosen werden dagegen ignoriert(!). Das zeigen Tests in Kombination mit Hirnscans von 19 Probanden, die ein Team von Wissenschaftlern um Tali Sharot vom University College London durchgeführt hat. 

Die Forscher betonen in ihrer Studie auch die Zweiseitigkeit des positiven Denkens. Es lässt Menschen zwar fröhlicher durchs Leben gehen, extreme Optimisten neigen allerdings manchmal zu Leichtsinn und vernachlässigen Vorsichts- oder Vorsorgemaßnahmen. 

Um herauszufinden, wie Menschen ihren Blick in die Zukunft verändern, wenn sie neue Informationen erhalten, konfrontierten die Forscher die Probanden zunächst mit 80 möglichen negativen Lebensereignissen. Die Teilnehmer sollten beispielsweise einschätzen, wie wahrscheinlich es ist, eine Krebserkrankungen zu bekommen oder Opfer eines Raubüberfalls zu werden. Danach klärten die Forscher sie auf, was die tatsächliche statistische Wahrscheinlichkeit für diese Negativszenarien ist. 

Nach einer Pause sollten die Probanden nun erneut einschätzen, wie wahrscheinlich das jeweilige Negativ-Ereignis in ihrem Leben ist. Die Forscher dokumentierten nun, wie sich die Informationen von außen auf die persönliche Einschätzung bei den erneuten Fragen ausgewirkt haben.


Ergebnis: Manche Probanden passten ihre Einschätzungen nur dann an, wenn die objektive Wahrscheinlichkeit günstiger gewesen war als ihre eigene. War sie jedoch schlechter, änderten sie die Werte gar nicht, oder nur geringfügig. Beispiel: Hatten sie ihre Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken bei der ersten Befragung bei 40 Prozent vermutet - während das statistische Risiko aber nur bei 30 Prozent liegt - sahen sie ihr persönliches Risiko bei der nächsten Befragung nur noch bei 32 Prozent. Vermittelten die Statistiken dagegen einen eher düsteren Blick in die Zukunft als die Probanden erwartet hatten, blieben sie bei ihrer positiven Sicht für das persönliche Risiko. Sie passten also ihre Einschätzung nur an, wenn wünschenswerte Informationen vorlagen.

Um auch Informationen über die Vorgänge im Gehirn bei diesem Effekt zu gewinnen, erfassten die Forscher die Gehirnaktivität der Probanden mittels Funktioneller Magnetresonanztomographie. Diese Messungen bestätigten das Ergebnis der psychologischen Tests.

Waren die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten besser als die eigene Einschätzung, war die Aktivität deutlich höher als im umgekehrten Fall. Offenbar blendet das Gehirn der Optimisten Unangenehmes einfach aus, so die Schlussfolgerung der Forscher.


Denk positiv!
Das ist einer der häufigsten Ratschläge. Zurecht, denn eine positive Grundeinstellung kann Studien zufolge tatsächlich Stress und Ängste abschwächen und fördert damit die geistige und körperliche Gesundheit. 

Tali Sharot und seinen Kollegen zufolge, kann aber die Dosis den Optimismus wiederum zum Gift machen. 

Wer übertriebene Negativ-Informationen ausblendet, leugnet damit unter Umständen die Realität und ist in der Folge leichtsinnig, geben die Forscher zu bedenken.

Unrealistisches positives Denken kann auch gefährlich werden, wenn man z.B. Risiken unterschätzt. Eine positive Grundstimmung hingegen, erleichtert unser Leben und hält uns gesund.

-
Quelle: Tali Sharot (University College London) et al.: Nature Neuroscience, DOI: doi:10.1038/nn.2949

Bildquelle: pixabay



Freitag, 23. Februar 2024

Jeder Mensch denkt anders


Jeder Mensch hat eine ganz spezielle Gehirnaktivität 
Jeder Mensch denkt anders - zumindest zeigt seine Hirnaktivität ein individuelles und charakteristisches Muster. Dies könnte Therapien ermöglichen, die besser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Diese Erkenntnis deckt sich komplett mit unseren Messungen, die wir seit über 40 Jahren mit den Potenzial-Feedbackgeräten machen (siehe Pce Scanner Link)

Menschen lassen sich anhand des Musters ihrer Hirnaktivität zuverlässig identifizieren - dieses bildet eine Art individuellen Fingerabdruck, schreiben Forscher der Yale University in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience". Das Muster ist auch dann noch erkennbar, wenn das Gehirn ganz verschiedene Aufgaben zu bewältigen hat.

Die Forscher konnten sogar Rückschlüsse auf die Fähigkeit einer Person ziehen, logisch zu denken und Probleme zu lösen. Sie hoffen daher, dass eine bessere Kenntnis dieser individuellen Prozesse es ermöglicht, Therapien für psychisch Erkrankte auf die Betroffenen zuzuschneiden.
"Jedes Individuum ist einzigartig", schreiben die Autoren der Studie. Dennoch würden bei Hirnstudien die Daten vieler Teilnehmer zusammengepackt, um Gemeinsamkeiten in den Hirnaktivitäten zu entdecken. Die individuellen Unterschiede würden dabei ignoriert.

In der Studie wollten die Forscher ermitteln, ob neuronale Aktivitätsmuster ausreichen, um einzelne Menschen aus einer Gruppe zu identifizieren. Dazu nutzten sie Daten des Human Connectome Projects (HCP), für das die Hirnaktivität von Menschen mithilfe funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) aufgezeichnet wurde. Das Muster findet sich immer im Gehirn - egal, was dieses macht ...

Fachzeitschrift - "Nature Neuroscience" 11 Seiten - Direktlink
Quelle: Spiegel-Wissenschaft ==> Link
Bildquelle: pixabay/Eggetsberger.Net 



Donnerstag, 22. Februar 2024

Insekten im Essen


Hausgrille | Larven des glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers
Wanderheuschrecke | Larven des Mehlwurms

Das sind neuerdings erlaubte Inhaltsstoffe in industriell erzeugten Lebensmitteln. Die EU erlaubt seit Ende Jänner 2023, dass bestimmten Nahrungsmitteln ein gewisser Anteil an Insektenpulver von den oben angeführten Insekten beigemengt werden darf.  Seit diesem Jänner 2023 können in Keksen, Cracker, Fertigsoßen, Pizza, Backmischungen, Brot, fertigen Sandwiches, Porridge, Nudeln, Chips, Fleisch- und Fleischersatzprodukten können also Insekten enthalten sein.

Kritische Inhaltsstoffe

Grundsätzlich sind industriell gefertigte Speisen eher als kritisch zu sehen, weil Inhaltsstoffe wie  Glutamat, Zitronensäure und Süßstoffe extrem gesundheitsgefährdend sind. Schon bisher stehen diese Zusatzstoffe als Auslöser für ernsthafte gesundheitliche Störungen bis hin zu Krebs und Gehirntumoren. Jetzt kommt zu diesem kritischen Cocktail noch Insektenmehl dazu. 

Abgesehen vom Ekelfaktor kann noch nicht sicher gesagt werden, dass der Verzehr von Insekten keine gesundheitlichen Probleme nach sich zieht. Denn, welche Gifte, Medikament oder welche Futtermittel bei der Produktion der Insekten zum Einsatz kommen, ist vollkommen unklar. Auch Menschen mit Allergien auf Schalen- und Krustentiere, Weichtiere oder Haustaubmilben könnten auf die Insekten mit einer Kreuzallergie reagieren, denn das Chitin im Außenskelett von Insekten kann allergische Reaktionen auslösen. 

NEIN sagen zu Fertignahrung

Man sollte, so oft es geht, industriell produzierte Nahrungsmittel meiden. Wenn man doch zu solchen Produkten greift, dann kann man anhand der Zutatenliste nach den folgenden Begriffen suchen: 

  • Hausgrille: Acheta domesticus
  • Larven des Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers/Buffalowürmer: Alphitobius diaperinus
  •  Wanderheuschrecke: Locusta migratoria
  • Larven des Mehlwurms: Tenebrio molitor/gelber Mehlwurm
Bildquelle: Pixabay

Mittwoch, 21. Februar 2024

Angst, junge Frauen sind besonders betroffen!


Viele Menschen leiden unter Angststörungen, die sie im Alltag stark belasten und auch körperliche Beschwerden verursachen können oder auf Dauer sogar krank machen. Wissenschaftler der University of Cambridge fanden nun heraus, dass Frauen fast doppelt so häufig wie Männer von solchen Ängsten betroffen sind. Auch leiden Menschen in Westeuropa und Nordamerika deutlich öfter unter Angst, als Personen aus anderen Kulturen, so die Mitteilung der Universität Cambridge.

Wie erkennt man Angststörungen?
Angststörungen manifestieren sich laut Aussage der Forscher meist in übermäßiger Sorge, Furcht und einer Tendenz, potenziell belastende Situationen - einschließlich sozialer Kontakte - zu vermeiden. Sie zählen zu den häufigsten psychischen Problemen in der westlichen Welt, so die Mitteilung der University of Cambridge. In ihrer aktuellen Untersuchung haben die Wissenschaftler der britischen Universität zahlreiche frühere Studien zum Thema Angststörungen ausgewertet und dabei festgestellt, dass Frauen fast doppelt so häufig wie Männer betroffen sind. Auch litten junge Menschen - sowohl männliche als auch weibliche - im Alter unter 35 Jahren überproportional häufig unter Angst.
Ihre Ergebnisse haben die Forscher in dem Fachmagazin Brain and Behavior veröffentlicht.


Mehr als 60 Millionen Menschen alleine in der Europäischen Union sind laut Aussage der Forscher pro Jahr von Angststörungen betroffen. Zahlreiche Studien haben hier nach möglichen Ursachen für das häufige Auftreten der Angststörungen geforscht und versucht, bestimmte Risikogruppen zu identifizieren. Die Wissenschaftler vom Institute of Public Health an der University of Cambridge haben nun eine globale Überprüfung der vorliegenden Studien vorgenommen und aus über 1.200 Arbeiten insgesamt 48 herausgefiltert, deren Daten sie für belastbar genug befanden. Anhand dieser Arbeiten nahmen Studien-Erstautorin Olivia Remes und Kollegen eine Analyse des Risiko bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen weltweit vor.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass in den Jahren von 1990 bis 2010 der Anteil der betroffenen Menschen (bzw. die statistisch erfasst wurden) weitgehend gleich geblieben ist. Rund vier von 100 Menschen erleben Angst, wobei der höchste Anteil an Menschen mit Angst in Nordamerika festzustellen sei, wo fast acht von 100 Menschen betroffen sind, berichten die Forscher. Der niedrigste Anteil sei hingegen in Ostasien zu verzeichnen, wo weniger als drei von 100 Menschen diese psychischen Probleme haben. In Nordafrika und dem Nahen Osten waren trotz der schwierigen Lebensbedingungen lediglich 5 von 100 Menschen betroffen. 

Chronische Krankheiten erhöhen das Risiko
Eine überdurchschnittliche Betroffenheit stellten die Forscher nicht nur bei den Frauen und jungen Erwachsenen fest, sondern auch bei Personen mit bekannten chronischen Vorerkrankungen. So leiden beispielsweise Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen (Krankheiten des Herzkreislaufsystems) vermehrt unter begleitenden Angststörungen, die ihrerseits einen Effekt auf das Herzkreislaufsystem haben können. Hier wird die Angst zur doppelten Belastung. Unter den chronischen Erkrankungen sei Angst insgesamt am häufigsten bei Patienten mit Multipler Sklerose aufgetreten, berichten die Forscher.

Welche Symptome sind typisch für Angststörung?
  • Hohe Muskelspannung
  • Bandscheibenprobleme
  • Zittern
  • Ruhelosigkeit
  • Konzentrationsprobleme (erhöhte Vergesslichkeit)
  • Schlafprobleme (Einschlaf - Durchschlafprobleme)
  • Dauermüdigkeit, Mattigkeit, Antriebslosigkeit
  • Beim Schlafen Zähne Knirschen
  • Öfter wiederkehrende Alpträume
  • Unkontrollierte Übererregbarkeit (auch Wutanfälle)
  • Übermäßige Schreckhaftigkeit
  • Beklemmungsgefühle
  • Schwitzen
  • Immer wieder Auftreten von Herzrasen, nervöser Blutdruck 
  • Immer wieder Auftreten von Atembeklemmungen
  • Kalte Hände
  • Mundtrockenheit
  • Hungerattacken besonders auf Süßes - Kalorienreiches
  • Rasches Zunehmen, Übergewicht (eher seltener rasches Abnehmen)
  • Schwindel
  • Öfter auftretende Spannungskopfschmerzen
  • Depressive Verstimmungen
  • Ständige Existenzangst
  • Suizid Gedanken
  • Gedankenrasen, ständige gedankliche Eigen-Vorwürfe, negative Gedankengänge
  • Die Betroffenen neigen dazu, sich über die kleinsten Dinge im Leben große Sorgen zu machen. 

Stopp sagen, solange es noch geht! 

Natürlich müssen nicht alle Stress- und Angst Symptome gleichzeitig auftreten. Aber je mehr dieser Symptome sie an sich erkennen können, umso Fortgeschrittener ist Ihr Angstzustand, der vielleicht schon chronisch wird. Viele gestehen sich nicht gerne selbst (und anderen gegenüber) ein, dass sie unter Angst, Existenzangst und erhöhten Stresssymptomen leiden. Vielen wird es auch gar nicht klar was mit ihnen geschieht, dass sie ständig beruflich wie auch privat mit Volldampf unterwegs sind, und die Ängste mehr im Unterbewusstsein ablaufen. Sie betäuben sich so lange es geht mit Alkohol, einer kurzen Zigarettenpause, einer Schokolade, oder einigen Medikamenten gegen Schmerzen, zum Einschlafen, zum Aufwachen - wird ja bald vorbei gehen. Das traurige Erwachen kann dann leicht im Krankenhausbett-Intensivstation sein.

Welche Bevölkerungsgruppen sind nun besonders gefährdet? 
Die Co-Autorin der Studie, Dr. Louise Lafortune vom Institute of Public Health an der Cambridge Universität, betont, dass Angststörungen „eine Menge Leute beeinflussen und zu einer Beeinträchtigung, Behinderung und zu Suizidrisiko führen.“ Doch trotz der umfassenden Untersuchungen zu dem Thema seien weiter erhebliche Lücken in der Forschung vorhanden. Es ist in diesem Zusammenhang auch wichtig zu ermitteln, welche Gruppen von Menschen am stärksten gefährdet sind, ergänzt Olivia Remes. Die vorgenommene Analyse zeige, dass die Daten für viele Bevölkerungsgruppen fehlen oder von schlechter Qualität sind. Dies könnten jedoch die Gruppen sein, die ein besonders hohes Risiko aufweisen.

Professor Carol Brayne, Direktor des Cambridge Institute of Public Health, erläutert, dass selbst bei der recht großen Anzahl von Studien zu Angststörungen Daten über Randgruppen nur schwer zu finden sind. Durch die Identifizierung der Datenlücken mit der vorliegenden Studie können nun zielgerichtete Forschungen folgen, um künftig das allgemeine und individuelle Risiko weiter zu reduzieren, so das Fazit von Prof. Brayne.





Quellen:  Universität Cambridge, (fp), Fachmagazin Brain and Behavior
Bildquelle: pixabay/Eggetsberger.Net

Dienstag, 20. Februar 2024

Die Anzeichen für Überbelastung erkennen und gegensteuern

Tempo bestimmt unser Leben. 
Leistungsdruck, Zeitnot und ständig wachsende Anforderungen in Beruf und Privatleben haben eine neue Dimension erreicht. Stress ist in den meisten Unternehmen allgegenwärtig. Gesundheitliche Schäden, bis hin zum Burnout sind nicht selten die Folgen. 

Das Burnout-Syndrom findet sich in allen Berufen. 
Betroffen sind Manager ebenso, wie z.B. Ärzte und Krankenschwestern. Was ihnen gemeinsam ist, ist das Engagement, mit welcher Intensität sie ihren Beruf ausüben. Die meisten von ihnen haben vor dem Burnout-Ausbruch über lange Zeit hindurch  110% gegeben, sich also ständig überfordert. Wenn dazu noch chronischer Schlafmangel kommt kann der gesundheitliche Schaden erheblich sein. 

Eine Studie, der Bar-Ilan University in Israel hat den Zusammenhang von Schlaf auf die Regeneration von DNA untersucht und kam zu erstaunlichen Ergebnissen. Wer fit und gesund bleiben will, sollte auf erholsamen und ausreichenden Schlaf achten. Die neuen Untersuchungen belegen den gesundheitlichen Nutzen der Ruhezeit auf unsere Gesundheit. Ein guter  Schlaf ist notwendig, um Energie zu tanken und uns zu regenerieren. Denn Schlafmangel kann psychische und physische Krankheiten auslösen.

Die bahnbrechende Erkenntnis der Forscher:
Nur beim Schlafen ist unser Gehirn dazu fähig, Schäden in der DNA zu reparieren. 


Wenn die Burnout-Falle zuschnappt:
Es ist vor allem wichtig, die Überforderung zu erkennen, die die Symptome wie Schlaflosigkeit, Kopf- und Magenbeschwerden, Dauerverspannungen, Depressionen und Angstgefühle auslösen. Zumeist geht es nicht ohne professionelle Hilfe, am besten mit der dafür notwendigen Messtechnik. 

Es geht darum Grenzen zu ziehen zwischen dem Beruf und dem Privatleben, Nischen zum Entspannen und Regenerieren zu suchen, Schnellentspannungstechniken zu erlernen, eine gute Arbeit zu leisten, ohne dafür auszubrennen. In weiterer Folge ist es wichtig, das überaktive Stress- und Angstzentrum im Gehirn (Amygdala) direkt zu beeinflussen, zu entspannen.

Viele sind schon in einem Burnout und erkennen dieses leider nicht. Erst wenn extreme Probleme auftreten, wird eventuell ein Arzt auf die Möglichkeit eines Burnouts aufmerksam!

Die körperlichen Zeichen von Burnout:


1. Anhaltende Müdigkeit. Am Morgen ist das Aufstehen eine Qual und am liebsten würde man weiter schlafen.

2. Starke Gereiztheit. Jede Frage, jeder Vorschlag, jeder Wunsch nervt. Es wird immer schwieriger ausgeglichen zu bleiben und jede Kleinigkeit, bringt einen in Wut oder Verzweiflung. Durch jede Kleinigkeit kommt man aus dem Arbeitsfluss und es fällt immer schwerer, Aufgaben in entsprechender Zeit zu erledigen. Das ist ein Kreislauf, der sich so lange aufschaukelt, bis es zum totalen Zusammenbruch kommt.

3. Aggression, Zynismus. Die Sicht der Dinge wird immer schwärzer und auch der Humor wird immer zynischer.

4. Das Gefühl „Alle sind gegen mich, alles ist gegen mich.“, kommt sehr häufig auf, wenn ein Burnout schon vorhanden ist.

5. Kopfschmerzen. Mit dem Burnout treten auch immer mehr Kopfschmerzen und Magenprobleme, Verdauungsstörungen auf. Diese Symptome werden häufig mit Schmerzmitteln bekämpft, was eine schlechte Lösung ist.

6. Akute Gewichtsprobleme. Entweder man beginnt den ständigen Frust in sich hinein zu fressen (Übergewicht) oder es vergeht einem der Appetit (bis hin zur Magersucht). Darum kann mit dem Burnout eine starke Gewichtszunahme- oder aber auch eine starke Gewichtsabnahme einhergehen.

7. Schlaflosigkeit, Durchschlafstörungen. Der Kreislauf von Sorgen und Problemen kommt in Gang. Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Depression sind die Folgen des Burnouts.

8. Negative Gedankengänge, die sich wiederholen.

9. Hilflosigkeit. Wenn man spürt, dass man die alltäglichen Geschäfte nicht mehr auf die Reihe bringt, immer häufiger treten Konzentrationsprobleme auf. Es macht sich immer mehr ein Gefühl von Dauer-Hilflosigkeit breit. Das führt bei manchen Menschen dazu, dass sie zu trinken beginnen und Medikamente in rauen Mengen schlucken, übermäßig rauchen, etc..

10. Herz Kreislauf Probleme tauchen immer öfter auf.

11. Kurzatmigkeit entsteht. Stress blockiert die Atemtätigkeit, das Atmen wird immer hektischer.

12. Probleme in der Arbeit und im Privatleben nehmen bedrohliche Ausmaße an.
machen Sie den Burnout Test


Burnout - vorbeugen - bewältigen - frei sein
Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen im persönlichen Einzeltraining.

Die eingesetzte Methode überzeugt durch ihre wissenschaftliche Überprüfbarkeit und die schnellen, nachvollziehbaren Erfolge. Alle im Training eingesetzten Methoden sind praxisorientiert. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass viele der Übungen vollkommen unbemerkt von Beobachtern eingesetzt werden können (z.B. Atemübungen).

Anfrage zu einem persönlichen Einzeltraining



Fotoquelle: pixabay

Montag, 19. Februar 2024

Stress kann auch unsere Sinne hemmen!


Gehemmte Wahrnehmung durch Stresshormone
Stress macht nicht nur vergesslich und letztendlich krank, er beeinträchtigt auch unsere Sinne - und ihre Anpassungsfähigkeit. Wie ein Experiment belegt, blockieren Stresshormone das sonst typische Lernen der Sinneswahrnehmung. Statt durch Training sensibler zu werden, blieb der Tastsinn der gestressten Probanden gleich. 

Stress hemmt demnach das Lernen auch auf der Ebene der Wahrnehmung. 
Stehen wir häufig, oder sogar dauerhaft unter Stress, hat dies Folgen für Körper und Geist. Denn Stress macht vergesslicher, schwächt unsere Selbstkontrolle und kann im Alter sogar die Anfälligkeit für Demenzen erhöhen. Schon ein stressiger Tag beeinflusst zudem unsere Fettverbrennung und kann so den positiven Effekt gesunder Ernährung zunichte machen.

Es zeigte sich, dass Stress auch unsere Wahrnehmung verändert.
Für ihre Studie untersuchten Hubert Dinse und seine Kollegen von der Ruhr-Universität Bochum die Wirkung des Stresshormons Cortisol auf den Tastsinn von 30 Versuchspersonen. Vor Versuchsbeginn bekam die Hälfte von ihnen eine mittlere Dosis des Stresshormons Cortisol verabreicht, der Rest erhielt ein Placebo.

Stechen und vibrieren
Um zu testen, wie sensibel der Tastsinn der Probanden zu Anfang war, stachen die Forscher sie mit zwei Nadeln in verschiedenen Abständen leicht in den Zeigefinger. Der Abstand, ab dem beide Piekser zu einem einzigen verschmelzen, gibt die untere Auflösung des Tastsinns an - je geringer die Entfernung, desto besser die Wahrnehmung. Nach diesem Einstiegstest trainierten alle Teilnehmer 30 Minuten lang die Tastsensoren ihres Fingers durch wiederholte Vibrationspulse. Typischerweise führt dies dazu, dass auch die Auflösung beim Tasten ansteigt. Ob das bei allen der Fall war, untersuchten die Wissenschaftler anschließend durch einen erneuten Nadeltest.

Das Ergebnis: Keinerlei Lerneffekt
Wie erwartet verbesserte sich der Tastsinn bei der Placebo-Gruppe durch das Training. Sie konnten nun statt 1,69 sogar noch 1,46 Millimeter Abstand getrennt erspüren – das entspricht einer Verbesserung um rund 15 Prozent, wie die Forscher berichten. 

Bei den Probanden jedoch, die vor dem Experiment das Stresshormon Cortisol bekommen hatten, blieb der Trainingseffekt fast völlig aus. Dieses Ergebnis belegt, dass ein erhöhtes Stressniveau auch unsere Wahrnehmung und dessen Anpassungsfähigkeit beeinträchtigt, so die Forscher. "Unsere Daten zeigen, dass eine einzige Dosis des Stresshormons nicht nur die Erinnerungszentrale im Hippocampus stört, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die Plastizität von Sinnesarealen des Gehirns hat", erklärt Koautor Oliver Wolf. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Stresshormon Cortisol die Ausbildung und Verstärkung von synaptischen Verbindungen hemmt – und damit auch die Lernfähigkeit des Gehirns.

Quelle: Ruhr-Universität Bochum, NPO, (Psychoneuroendocrinology,16; doi: 10.1016/j.psyneuen.16-12-002)