Samstag, 30. April 2016

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ist Walpurgisnacht

Heute Nacht!
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Vor der Ausbreitung des katholischen Glaubens, wurden in großen Teilen Europas heidnische Feste gefeiert. Noch heute zelebrieren wir deren Brauchtum an einigen Feiertagen – oft ohne es zu wissen was wir wirklich feiern. Auch der „Tanz in den Mai“ ist eine keltische Tradition, die die Tag- und Nachtgleiche feiert, also den Beginn des Sommers und später zur Walpurgis- oder auch "Hexen"-Nacht wurde. Ursprünglich traf man sich nach keltischem Brauch seit etwa 800 v. Chr. in der Nacht zum 1. Mai, hängte bunte Bänder in die Bäume und tanzte ausgelassen um ein großes Lagerfeuer, an dem das ganze Dorf versammelt war. Außerdem glaubte man, dass Kobolde und Feen in dieser Nacht besonders ihren Schabernack trieben, damit sie den Rest des verbleibenden Jahres die Natur hüten konnten. ...


Einige dieser alten Traditionen lassen sich auch im 21. Jahrhundert noch gut erkennen. 
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Zum Beispiel wird das Maibaum aufgestellt der ebenfalls mit bunten Bändern geschmückt wurde und wird. Auch der Tanz und das Maifeuer als Treffpunkt einer großen Gemeinschaft haben sich als Brauch über die Jahrhunderte erhalten. Den Schabernack der Feen und Kobolde finden wir heute wohl eher in der Ausgelassenheit der Jugendlichen in der Freinacht.

Diese "mystische" Nacht wurde nach einer Äbtissin benannt, die im 8. Jahrhundert in England lebte. 
Warum gerade sie als Schutzheilige der Seefahrer und Patronin der Wöchnerinnen, Seeleute, Bauern und Haustiere die Namensgeberin dieser Nacht wurde, ist nicht genau bekannt. Vermutlich wird die Nacht zum 1. Mai – der Tag ihrer Heiligsprechung – als Walpurgisnacht gefeiert, da die Kirche sie als Gegenpol der Hexen und Teufelsanbeter stellen wollte. Eine junge Frau, die Zeit ihres Lebens dem christlichen Glauben verschrieben war und als Nonne ausschließlich in Klöstern lebte, schien dem Klerus dafür wie geschaffen(!). Die Hexenverfolgung ist ein der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Katholischen-Kirche.