Mittwoch, 9. November 2011

Was wirkt wirklich bei Warzen?

Das Problem von Warzenbefall kann jeden von uns treffen. 

TACOMA - Was tun, wenn Warzen - vor allem bei Kindern - weg sollen?
Um Warzen (Verruca vulgaris) relativ zuverlässig zu beseitigen, hat sich schlichtes Isolierband (Elektroisolierband) bewährt. In einer Studie mit 51 Warzenträgern zwischen 3 und 22 Jahren wurden solch gewöhnliche Verrucae über sechs Tage mit Isolierband bedeckt und dann mit Wasser abgerubbelt. Eine Vergleichsgruppe unterzog sich der üblichen Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff. Die Isolierband-Methode war deutlich erfolgreicher: 85 Prozent der isolierten Warzen waren weg, unter Kryotherapie nur 60 Prozent.
(Unter Kryotherapie versteht man die eher unangenehme Vereisung von zumeist oberflächlich sitzenden Warzen. ) Auch chemische Tinkturen, OP und andere Methoden waren weniger erfolgreich!


Worin der Warzen befreiende Effekt besteht, ist derzeit nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass dem therapeutischen Erfolg eine Stimulation des Immunsystems aufgrund der lokalen Isolierband-Irritation zugrunde liegt.

Fazit: Die Isolierband-Therapie ist eine einfach durchzuführende und kostengünstige Methode zur Warzenentfernung, die im Vergleich zur Kryotherapie zudem schmerzlos ist.
Quelle: Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine Vol.156,2002/S.171-974.

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HYPNOSE

TIPP: Mit Hypnose/Selbsthypnose (Placebo-Effekt) kann dieser Effekt noch beschleunigt werden. Hypnose wird seit ewigen Zeiten erfolgreich gegen Warzen eingesetzt.

Bei der Verstärkung durch Hypnose/Selbsthypnose genügt schon eine sehr leichte Hypnose-Tiefe um den Wirkungsgrad auf immerhin 95% zu erhöhen.

Dr. Sinclair-Gieben  (Nervenarzt der schottischen Universitätsklinik Aberdeen)
Der Arzt wollte unanfechtbare Beweise dafür erbringen, ob Warzen unter hypnotischem Einfluß verschwinden oder nicht. Seit langem ist bekannt, daß die knotigen Hautwölbungen, die bei zahllosen Menschen auftreten, zuweilen unerwartet und auf unerklärliche Weise verschwinden. Schon im Mittelalter kursierten absonderliche Rezepte gegen Warzen. Bei Überprüfung der Rezepturen kam man schnell zu der Erkenntniss: Die verwendeten Säfte und ähnliche Essenzen waren keineswegs als Warzenheilmittel eigneten.

Die offenkundigen Erfolge dieser Mittel und Methoden mußten mithin auf einer besonders intensiven Form der Überredung beruhen: auf Suggestion.

Mit dem Placeboeffekt gegen Warzen
Schon 1927 schrieb der Züricher Dermatologe Professor Dr. Bruno Bloch: "Wenn man auf wissenschaftlichen Tagungen ... behauptet, daß Warzen durch bloße Suggestion, ohne irgendwelche körperliche Eingriffe, zum Verschwinden gebracht werden können, so begegnet man in der Regel einer deutlichen Ablehnung ... oder wenigstens einem skeptischen und manchmal etwas geringschätzigen Lächeln."

Dr. Bloch entschloß sich daher zu einem wissenschaftlichen Großversuch.
Zweieinhalb Jahre lang behandelte er sämtliche Warzenträger, die ihn aufsuchten, ausschließlich mit Suggestion, wobei er ein raffiniertes System der Täuschung anwandte. So schaltete er etwa eine elektrische Apparatur ein, von der sich der Patient, dessen Augen verbunden waren, behandelt wähnte - in Wirklichkeit erzeugte das Gerät nur Geräusche. Dann pinselte er die Warzen mit roter oder grüner Tinte ein, in jedem Falle mit Farbstoffen, die physiologisch wirkungslos waren, was der Patient ebenfalls nicht wußte. Dem Warzenträger wurde dann nur noch eingeschärft, "daß auf diese Weise die Warzen sicher geheilt werden".

Die bloße Suggestion - der Arzt verzichtete auf Hypnose - reichte aus, um eine beachtliche Zahl der Patienten von ihren Warzen zu befreien. In der "Klinischen Wochenschrift" veröffentlichte Bloch seinerzeit das verblüffende Resultat: Von insgesamt 179 Patienten verloren 98 (54,7 Prozent) schon binnen weniger Wochen ihre Warzen. "Ein überraschend gutes Ergebnis", fand Professor Bloch.

Sinclair-Gieben und die Warzenhypnose

Dr. Sinclair-Gieben diktierte den Patienten zweierlei ins Unterbewusstsein: einmal, dass die Warzen auf der einen Körperseite verschwinden würden, zum anderen, dass die Warzenträger nach dem Erwachen aus dem hypnotischen Schlaf die Tür des Ordinationszimmers öffnen sollten, sobald sich der Arzt die Nase putze. Mit dem zweiten, skurrilen Befehl suchten sich die Forscher lediglich zu vergewissern, dass die Patienten die in Hypnose erteilten Kommandos im Unterbewusstsein registriert hatten.

Hypnose und Biofeedbackmessung im IPN-Labor, Leitung Eggetsberger

In neun von den zehn Fällen (das ist eine extrem gute Wirkung ohne Nebenwirkungen) erwies sich die Prozedur als erfolgreich. Die Patienten öffneten nicht nur befehlsgemäß die Tür, sondern verloren während der nächsten Monate auch ihre Warzen - und zwar nur auf der Körperseite, die das Ärzte-Team zum Experiment auserkoren hatte. Die anderen Warzen blieben an Ort und Stelle. Damit, so resümierten die Ärzte jetzt in der angesehenen britischen Mediziner-Zeitschrift "The Lancet", sei ein "unbestreitbarer Beweis" für die psychische Warzenentfernung geliefert.

Darüber hinaus präsentierten die britischen Ärzte eine erstaunliche Schlußfolgerung. Wenn nämlich die traditionelle Auffassung der Mediziner zutrifft, wonach Warzen durch Viren verursacht werden und übertragbar sind, dann - so erklärten die Forscher - "müssen wir annehmen, daß die Hypnose das Körpergewebe vor Infektionen schützen kann".
Quelle: Mediziner-Zeitschrift "The Lancet" u.a.

Unsere eigenen Forschungen zeigten: In Kombination mit der "Isolierband-Methode" erweist sich der Einsatz von Hypnose oder Suggestion (gezielte Ausnützung des Placebo-Effekt) als hoch effizient.
Bei Messungen der Haut-Potenziale kann man nach der Anwendung dieser einfachen Kombi-Methode schnell ein Veränderung erkennne.
Quelle: IPN/Forschung/ Eggetsberger