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Greening führte seine Studie mit Männern durch, die wegen unerfüllten Kinderwunsches vorstellig geworden waren. Nachdem die Männer drei Tage lang Abstinenz gehalten hatten, ließen sich in durchschnittlich 34 Prozent ihrer Spermien Brüche der Erbgutstränge nachweisen. Nach einer Woche täglicher Samenergüsse lag der Durchschnittswert bei 26 Prozent, berichtet Greening auf einem Fachkongress in Amsterdam.
Die Veränderungen waren allerdings nicht einheitlich: Bei 96 Männern war der Anteil der Zellen mit fragmentiertem Erbgut im Mittel um 12 Prozentpunkte gesunken, bei den übrigen 22 Männern war er dagegen um 10 Prozentpunkte gestiegen.
Gleichzeitig sanken das Volumen der Samenflüssigkeit und die Konzentration der Spermien darin, ermittelte Greening. “Auf die Beweglichkeit der Spermien wirkte sich dies jedoch nicht negativ aus – im Gegenteil stieg diese leicht, aber statistisch signifikant.” Die Resultate früherer Studien legten nahe, dass solche positiven Veränderungen – weniger Brüche in der DNA bei höherer Beweglichkeit – auch die Befruchtungschancen erhöhten, so der Mediziner.
Quelle: David Greening, Sydney IVF, Wollongong, New South Wales
Präsentation auf dem 25th Annual Meeting of the European Society of Human Reproduction and Embryology, Amsterdam, #O-139
Weiterführende Links: http://www.sydneyivf.com/ , http://www.embryology.ch/allemand/dbefruchtung/bereitstell01.html