Montag, 21. November 2022

Diagnose Demenz, die große Fehlerquelle


Fragen um Demenz zu diagnostizieren.
 Wie spät ist es?
Wie haben Sie den gestrigen Tag verbracht?
Vergessen Sie manchmal Termine? 

In einer Zeit in der wir immer jung sein sollten, werden normale Alterserscheinungen schnell als Krankheit diagnostiziert und der Griff zur Pille ist schnell getan. Es ist aber vollkommen normal, dass im höheren Alter, die Leistungsfähigkeit von Gehirn und Körper nachlassen. Natürlich sollte man sicherheitshalber prüfen lassen, ob Mangelerscheinungen oder Krankheiten, wie  Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, oder ein Gehirntumor, die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen. Aber die Fehldiagnose Demenz wird offensichtlich oft gestellt. Auch die persönliche Bewertung der kognitiven Fähigkeiten oft sehr negativ. Jeder Mensch verlegt ab und zu Gegenstände. Aber je älter wir werden, um so mehr geben wir Konzentrationsschwächen und Erinnerungslücken eine viel zu große Bedeutung. 

Geben Sie auf Ihre Gesundheit acht und reduzieren Sie mögliche Demenzrisiken!

Demenz durch Medikamente

Britische Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, dass die langjährige Einnahme von bestimmten Medikamenten die Wahrscheinlichkeit für eine Demenzerkrankung um fast 50% erhöht. Es handelt sich dabei um Anticholinergika, die zu Verwirrtheitszuständen und Gedächnisverlust führen können. Link

Demenz nach Narkose

Forscher aus Taiwan haben herausgefunden, Operationen und Narkosen das Risiko an Demenz zu erkranken verdoppeln. Ganz besonders Operationen der Augen, der Haut, des Magen-Darm-Bereichs, orthopädische Operationen und solche im Bereich der Geschlechtsorgane und Harnwege erhöhten das Risiko. Für Ihre Studie untersuchten Dr. Pin-Liang Chen und seinem Team von der National Taiwan University, 25 000 Patienten über 50 Jahre. Sie erhielten alle erstmals eine Narkose. Als Vergleichsgruppe wählte Chen 111.000 Menschen, die sich bislang keiner OP unterziehen mussten.

Link

Demenz durch Stress

Dauerstress hat langfristig negative Auswirkungen auf das Gehirn. Schuld daran sind die Stresshormone Adrenalin und Cortisol, die das Denken blockieren. Der Körper befindet sich im Kampf- und Fluchtmodus, in dem das Denken blockiert wird. Wer sich permanent im Stress befindet, schadet nicht nur seiner körperlichen Gesundheit sondern auch auch seinem Gehirn.

 Demenz durch Lebensstil

Krankhafter Alkoholkonsum, Junk Food, Softgetränke, alles das hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Ein ungesunder Lebensstil kann krank machen und aus diesen Krankheiten kann Demenz entstehen. Ob Hypertonie, Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes mellitus, Adipositas, Pestizide, oder  Aluminium die Liste der gesundheitsschädlichen Ernährung und Lebensführung die auch für kognitive Erkrankungen verantwortlich sind, ist lang. Auch ein Mangel an ausreichender Wasserzufuhr kann einen hohen gesundheitlichen Schaden erzeugen.


Bildquelle: pixabay