Dienstag, 25. Mai 2021

Kommen bei psychischen Erkrankungen bald Drogen vom Arzt?


Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist leider wahr!
Nach den neuesten wissenschaftlichen Studien zur Behandlung von Ängsten und Depressionen sollen psychedelische Drogen bald Teil der Behandlung in der Psychiatrie werden. Die Zeitschrift „Nature Medicine“ berichtete über die Ergebnisse einer Phase-III-Studie zu Wirksamkeit und Sicherheit einer MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin)-unterstützten Therapie bei der Behandlung von Patienten mit schwerer posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Forschungen zu verbotenen Psychedelika wie LSD, Meskalin und Psilocybin könnten auch bald beginnen. Artikel ORF

600.000.000.000 Euro betragen die Gesamtkosten
psychischer Erkrankungen in der EU.
Schon jetzt werden jährlich 1.800 Kilogramm Psychopharmaka in Form von Methylphenidat verschrieben. Der chemische Wirkstoff Methylphenidat, hat eine ähnliche Wirkung wie Amphetamine oder Kokain. Jährlich steigert sich die Dosis der verschriebenen Psychopharmaka, waren es 1993 in Deutschlang noch 34 Kilogramm, so waren es 2012 schon 1.800 Kilogramm. Die Anzahl der Menschen in Österreich, die psychisch krank sind, wird auf 1,2 Millionen geschätzt.  Die erschreckende Zahl von 840.000 Menschen in Österreich bekamen im Jahr 2009 Psychopharmaka verschrieben, davon sind 250.000 Österreicher/innen (ca. 3 % der Bevölkerung) jährlich von schweren psychischen Störungen betroffen. Durch Corona verursachte psychische Belastungen, lassen den Griff nach Psychopharmaka weiter ansteigen. 

Es ist überhaupt nicht schwer, ohne Medikamente seine psychische Gesundheit zu verbessern! 
Ob Entspannungsübungen, Meditation, oder Atemübungen, es gibt viele Methoden die sehr wirksam sind. Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, gehen Sie hinaus in die Natur und praktizieren Sie die Geh-Meditation. 


So funktioniert die Gehmeditation.


Die Geh-Meditation wird, wie der Name schon sagt, im Gehen (beim langsamen Gehen) geübt. Sie ist für Meditationsanfänger gut geeignet. Die Gehmeditation ist normalerweise weniger anstrengend als das Meditieren im Sitzen, da insbesondere langes Sitzen in Meditationshaltung bei Ungeübten schnell zu Rückenproblemen führen kann. Auch bei bestimmten Arten der Zen-Meditationen wird die Geh-Meditation angewendet.

Geh-Meditation
Die Geh-Meditation sollte auf ebener Fläche ausgeführt werden, am schönsten ist diese Form des Stressabbaus im Park oder draußen in der Natur auszuführen. Die Atmung stimmt man auf das Gehen ab. 4 Schritte lang einatmen und 4 Schritte lang (ohne Pause dazwischen) ausatmen. 
Wenn es anfangs nicht mit 4 zu 4 klappt, atmen Sie 3 Schritte lang ein und 3 Schritte lang aus. Oder sogar nur 2 zu 2. Bleiben Sie konzentriert, achten Sie darauf dass Sie den Rhythmus der Geh-Meditation und das gleichzeitige Atmen richtig beibehalten. 

Dies fördert ganz besonders auch den Abbau von Stress und die Wirkung wird durch die tägliche Wiederholung erhöht. Außerdem hat die Geh-Meditation einen positiven Einfluss auf die Herzratenvariabilität (HRV).

Wir empfehlen: Täglich 15-20 Minuten Geh-Meditation.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ca. 20min. Meditation dem Körper so viel Erholung bringt, wie drei Stunden Schlaf. Dies trifft auch auf die Geh-Meditation zu.



Fotoquelle: Pixabay