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Freitag, 24. Februar 2023

Die Sucht nach Informationen


Mediensucht und die Sucht nach Informationen
Egal wohin man geht, egal wohin man blickt, überall sieht man Menschen, die in ihre Handys blicken. Ob im Restaurant, im Wald, im Einkaufszentrum, oder im Auto, die weltweite Nachrichtenflut ist übermächtig und hält die Menschen im ständigen Bann der Kurznachrichten in der elektronischen Welt. Digitale Medien verändern unser Gehirn, indem sie durch ihre permanente Verfügbarkeit, ein ständiges suchtartiges informiert bleiben erzeugen, das uns in Stress versetzt und unser Gehirn überfordert.

Ständige Kurznachrichten halten den Stresslevel hoch
Menschen, die nur mehr in einem digitalen Leben feststecken, zeigen nicht nur körperliche Stressreaktionen, sondern schaden auch ihrem Gehirn. Der ständige Blick auf das Smartphone die permanente Flut an Nachrichten hat fatale Auswirkungen auf die Lernfähigkeit und auf das Denken. Neue Forschungsergebnisse an Jugendlichen zeigten sogar, dass es Änderungen im Gehirn bei starken Nutzern von Sozialen Netzwerken gibt. Lesen Sie hier mehr dazu

Wir nehmen etwa 20.000 Kurznachrichten im Jahr auf und angesichts dieser enormen Flut an Informationen, sind wir auch nicht mehr in der Lage jede einzelne Nachricht zu reflektieren und zu verarbeiten. Die Folgen daraus sind, ein ständig erhöhter Stresspegel und eine starke Reduktion unserer Aufmerksamkeitsspanne. 

Nur nichts verpassen
Die Mediensucht ist die Sucht der modernen Zeit. Sie betrifft nahezu alle Menschen, quer durch alle Altersschichten. Schon Kleinkinder sind von dieser Dauerberieselung durch Medien betroffen, weil das Smartphone immer mehr als "Erziehungshilfe" für Kleinkinder herhalten muss. Unter dem Vorwand informiert zu bleiben, holen uns wir ständig über die Medien Nachrichten, egal wie sinnvoll, dumm, oder verstörend diese Nachrichten sind.

Medien Detox und Gedankenkontrolle
Der unaufhörliche Strom der Gedanken hält uns im Stress gefangen. Während Sie diesen Text lesen, schweifen Ihre Gedanken ständig ab. Etwa alle 200 Millisekunden durchstreifen Gedanken unser Gehirn, die uns von einer starken Konzentration auf nur eine Sache stören. Die Tatsache, dass wir meistens eine sehr geringe Aufmerksamkeit haben und ständig wegen anderer Gedanken von unserem Fokus abschweifen, ist nur den wenigsten Menschen bewusst. 

Diese super kurze Aufmerksamkeit ist dafür verantwortlich, dass wir Sklaven unserer Gedanken sind und dass wir uns dadurch in einer ständigen inneren Unruhe befinden. Wenn wir den Geist bewusst schulen wollen, unsere Konzentration verbessern, oder innere Ruhe suchen, dann stehen wir vor der großen Herausforderung die Konzentration und willentliche Absicht, länger als die 200 Millisekunden auszudehnen.

Nur so können wir dem Rausch der ständigen Ablenkungen, die entweder durch die ständigen unkonzentrierten Gedanken, oder auch durch die ständige Ablenkungsflut der äußeren Störungen der modernen elektronischen Welt ausgelöst werden.

Gedankenstopp-Übungen können die ständigen Gedankenkreise unterbrechen und innere Ruhe bringen. Die Gedanken zu kontrollieren, indem man sich von destruktiven oder negativen Gedanken löst, ist eine wichtige Übung im Mentaltraining, die man "Gedankenstopp" nennt. Durch das bewusste Unterbrechen des Gedankenflusses wird es möglich, seine Aufmerksamkeit zu fokussieren und wieder mehr im Hier und Jetzt zu sein.

5 Tipps für mehr Ruhe und Fokus
  • Machen Sie bewusste Pause von den ständigen Nachrichten und schalten Sie
    die elektronischen Geräte ab.
  • Halten Sie Schlafzimmer und Ruheräume frei von Handy, Laptop und Fernseher.
  • Gehen Sie in die Natur und halten Sie das Handy abgeschaltet.
  • Lernen Sie eine gute Entspannungsmethode.
  • Suchen Sie wieder mehr das persönliche Gespräch.

Bildquelle: pixabay