Montag, 30. September 2013

Ab 2014 Internetzensur

Kurz notiert - was uns ab 2014 erwartet
Ab 2014 will die britische Regierung unter Premierminister David Cameron mit einen automatischen Filter pornografische Inhalte im Internet blockieren. Aber auch "esoterisches Material", (darunter auch Materialien über alternative Heilmethoden etc.) werden ab dann im Internet blockiert. Erst durch eine Reihe von Alters- und Identitätsidentifikationen können die (relativ schwierig) Internetnutzer diesen Filter aufheben und haben sodann wieder Zugang zu den sonst gesperrten Inhalten. Was eigentlich zum Schutz von Minderjährigen und als Mittel gegen Kinderpornografie angekündigt wurde, soll jedoch auch andere, nicht pornografische Inhalte filtern - darunter angeblich auch Webforen, politische Inhalte und "esoterisches Material". Was man darunter jedoch genau zu verstehen hat, ist bislang noch unklar. Doch sicher ist es handelt sich bei vielen Themen um einfache Zensurmaßnahmen.

Aufgrund von Insiderinformationen und Personal bei den britischen Internetprovidern, bei denen derzeit schon die sogenannte "Pornwall" ein umfassendes Zensursystem installiert wird, berichtet die britische digitale Bürgerrechtsorganisation "Open Rights Group", dass der eingebaute Filter neben der namensgebenden Pornografie unter anderem auch über Alkohol und Rauchen, einige Webforen, und Seiten mit esoterischem Material und auch Seiten mit Umgehungstools für Netzsperren" blockieren soll. Der Sprecher der Gruppe Open Right, Jim Killock, kommentiert diesen Schritt als Beweis dafür, dass die Cameron-Regierung "die Menschen schlafwandelnd in die Zensur führen will."

Zwar könnten die einzelnen Filteroptionen (derzeit noch) individuell abgeschaltet werden, dennoch sei diese Option voraussetzend und zudem so angelegt, dass sie von vielen Nutzern wahrscheinlich nicht verstanden werde, wodurch es zu einer Vielzahl von Fehlbedienungen des Systems und damit zur Unzugänglichkeit der gefilterten Inhalte für einen Großteil der Nutzer kommen werde.

Das man endlich etwas gegen Kinderpornographie macht ist sicher sehr sinnvoll, doch wir dürfen uns keine falschen Hoffnungen machen, diejenigen die an solchen Seiten, oder an Seiten über Gewaltaufrufe etc. interessiert sind, sind auch sicher die ersten die auch die neue Internetzensur schnell aushebeln bzw. abschalten können. Solche Menschen kommen immer zu den gewünschten Materialien. Eine Zensur hat da einen ganz anderen Sinn, es soll die Masse der Internetbesucher vor ganz bestimmten Daten fernhalten, vor alternativen Heilmethoden, Informationen über natürliche Heilmittel (wie Tees, Kräuter etc.) die der Pharmaindustrie u.a. schon seit Langem ein Dorn im Auge (oder in der Kassa) sind. Dafür wurden in der EU auch entsprechende Richtlinien und Gesetze erlassen.

Informationen zu Heilpflanzen sollen gleich mit zensiert werden
In diesem Gesetz geht es darum, dass Pflanzen und Kräuter, die eine nachweisliche Wirkung haben, also anerkannte Heilpflanzen sind, nicht mehr jeder verkaufen darf, da sie laut Gesetz unter Arzneien fallen. Anerkannte Pflanzen müssen den Richtlinien des Gesetzes unterworfen werden. Alles, was im Entferntesten eine Heilung verspricht, zählt hier dazu.
Kräuterkundige dürfen, wie z.B. im Ayurveda, keine Kräutermischungen verkaufen, ohne dass die darin enthaltenen Kräuter unter zugelassene Heilkräuter fallen und tun sie es, sind sie eine Arznei und fallen somit unter die Richtlinien der Gesetzgebung. Wer das Original-Gesetz zu den Heilkräutern einmal lesen möchte, findet dies hier: DIREKTLINK machen Sie sich selbst ein Bild von der aktuellen Sachlage.

Aufgrund dessen, dass zugelassene pflanzliche Arzneimittel (also auch Kräuter) bereist im Jahr 2005 ins deutsche Arzneimittelgesetz integriert wurden, durften einige Biobauern diverse Kräuter nicht mehr verkaufen.

Verkaufsverbot für Kräuter
Das Verkaufsverbot beschränkt sich seit November 2005 auf elf Kräuter, hierunter fallen: (!), Echte Goldrute, Hirtentäschel, Malvenblüte, Beinwellkraut, Löwenzahnwurzeln, Birkenblätter, Johanniskraut, Weißdornbeeren, Spitzwegerich, Ackerschachtelhalm und Frauenmantelkraut. Dieses Verkaufsverbot betrifft (derzeit noch nicht!!!) nicht die Kamille, den Lindenblütentee oder Brennnesseltee. Warum die Bauern die vorab genannten Kräuter nicht mehr verkaufen durften, wurde wie folgt begründet: Nach dem Arzneimittelgesetz bräuchten sie dazu eine pharmazeutische Ausbildung!


Kräuter wie auch Teemischungen zur Genesung wurden schon immer verwendet und das ist den Menschen auch schwer abzugewöhnen, da hilft schon etwas Zensur und langsam aber sicher verschwinden die Informationen hinter dem Internet-Zensur-Schirm. Geraten also in Vergessenheit. Ein Plus für die Pharma-Industrien. Wem wunder es dann auch noch, wenn sich der NESTLE - KONZERN den TCE Markt (mit den Kräuteranwendungen) vorsichtshalber gesichert hat: Siehe dazu: "Nestle steigt in den TCM-Markt (= traditionelle chinesische Medizin) ein". Hier eröffnet sich für Nestle und andere eine scheinbar große neue Geldquelle.
LINK - "Nestle steigt in den TCM-Markt (= traditionelle chinesische Medizin) ein":
LINK - Das neue EU-Gesetz: DIREKTLINK
LINK: Open Rights Group
Quellen: Bürgerrechtsorganisation "Open Rights Group", und Eggetsberger-Info
LINK: https://www.openrightsgroup.org/blog/2013/sleepwalking-into-censorship